Der DAX wies zur Startglocke einen Aufschlag von 1,27 Prozent auf 14.230,09 Punkte aus. Im weiteren Verlauf zeigten sich deutliche Ausschläge. Kurzzeitig ging es sogar unter die Nulllinie. Das Börsenbarometer gewann letztlich 3,67 Prozent auf 14.567,23 Zähler und übersprang damit die 14.500-Punkte-Marke.
Vorgaben aus den USA positiv
Der DAX folgte damit den US-Börsen. Diese waren am Donnerstag zwar zunächst ebenfalls abgesackt, hatten dann aber den Weg zurück in die Gewinnzone gefunden und knapp unter Tageshoch geschlossen. Besonders deutlich konnten US-Technologiewerte zulegen. Auch am Freitag geht es an der Wall Street nordwärts.
Börsenausblick: Volatile Zeiten nach Russland-Invasion in Ukraine
Marktbeobachter Thomas Altmann vom Vermögensverwalter QC Partners geht trotz des freundlich erwarteten Handelsstarts aber davon aus, dass die Schwankungen an den Börsen auch in der nahen Zukunft überdurchschnittlich hoch bleiben. Positiv sei aus psychologischer Sicht zunächst einmal, "dass der DAX gestern zumindest oberhalb von 14.000 Punkten geschlossen hat".
Kiew unter Beschuss - Sanktionen beschlossen
Während russische Panzer immer weiter in die Ukraine vordringen und Russland die Hauptstadt Kiew unter Beschuss genommen haben, beschloss die Europäische Union ein umfassendes Sanktionspaket gegen Moskau. Das schärfste Schwert aber, den Ausschluss Russlands aus dem internationalen Zahlungssystem Swift, wurde nicht gezogen. Ein direktes Gespräch des französischen Präsidenten Emmanuel Macron mit dem russischen Staatschef Wladimir Putin blieb ohne Ergebnis.
Inflationsdruck dürfte sich steigern
Experten von Goldman Sachs verweisen darauf, dass sich die Sanktionen des Westens und ihre Auswirkungen auf die Wirtschaft und die Märkte angesichts der Rohstoff-Engpässe im Vergleich zum Krieg um die ukrainische Halbinsel Krim im Jahr 2014 unterscheiden werden. Außerdem dürfte der Deglobalisierungstrend, den die geopolitischen Risiken widerspiegelten, die andere große weltweite Sorge noch verstärken: den Inflationsdruck.
Moskau zu Friedensverhandlungen in Minsk bereit
Nach Angaben des Kremls ist Russland offenbar bereit ist zu Friedensverhandlungen mit der Ukraine. Moskau sei bereit, eine russische Delegation zu den Gesprächen in die belarussische Hauptstadt Minsk zu schicken, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj hatte das Angebot für ein Treffen dem russischen Staatschef Wladimir Putin zweimal unterbreitet.
Redaktion finanzen.net / dpa-AFX
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2021 stand beim weltweit größten Chemiekonzern BASF noch ein dickes Plus. Nun erwartet das Ludwigshafener Unternehmen aber schwierigere Zeiten – und will die Preise erhöhen.
BASF-Behälter in Ludwigshafen: Unsicherheiten hoch
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Uwe Anspach / dpa
Die explodierenden Energiepreise belasten den weltgrößten Chemiekonzern BASF immer stärker. Nach einem Umsatz- und Gewinnsprung 2021 rechnet der Konzern für 2022 mit einem Rückgang.
»Wir sind sehr stark in das Jahr gestartet und haben im Januar gute Zahlen über denen des Vorjahresmonats erzielt«, sagte Unternehmenschef Martin Brudermüller bei Vorlage der Zahlen zum Gesamtjahr. Nach der sehr starken Erholung im vergangenen Jahr werde die Weltwirtschaft 2022 voraussichtlich etwas moderater wachsen.
Allerdings blieben die Unsicherheiten über die weitere Entwicklung hoch, warnte der Dax-Konzern. Der weitere Verlauf der Coronapandemie könnte die Nachfrage stärker als erwartet beeinträchtigen und die Lieferschwierigkeiten in den globalen Wertschöpfungsketten länger anhalten. Hohe Energiepreise und gestiegene Inflationsraten werden die Kaufkraft der Verbraucher möglicherweise stärker dämpfen als erwartet.
Höhere Dividende trotz durchwachsenem Ergebnis
»Wir werden in den kommenden Monaten weitere signifikante Preiserhöhungen umsetzen, um die deutlich gestiegenen Kosten weiterzugeben und unsere Margen in den Downstream-Geschäften wieder zu verbessern«, sagte Brudermüller. Die Mehrkosten für die europäischen Standorte beliefen sich aufgrund der weiter gestiegenen Erdgaspreise im Gesamtjahr auf rund 1,5 Milliarden Euro, davon allein 800 Millionen Euro im Schlussquartal.
Für 2022 rechnet das Unternehmen mit einem Rückgang beim Umsatz auf 74 bis 77 Milliarden Euro und beim operativen Ergebnis auf 6,6 bis 7,2 Milliarden Euro. Dabei geht BASF von einem deutlichen Ergebnisrückgang in den Sparten Basischemikalien und Kunststoffe (Materials) aus. Mit etwas weniger rechnet der Konzern zudem in den kundennahen Segmenten Industrial Solutions und Surface Technologies. Deutlich mehr will BASF hingegen mit den Produkten für die Landwirtschaft sowie Ernährung und Körperpflege verdienen.
2021 war der Umsatz im Jahresvergleich um ein Drittel auf 78,6 Milliarden Euro gestiegen. Dazu trugen deutlich höhere Verkaufspreise und Mengen bei. Der um Sondereffekte bereinigte Gewinn vor Zinsen und Steuern hat sich mit 7,8 Milliarden Euro mehr als verdoppelt. Hier profitierte das Unternehmen auch von seinem Sparkurs.
Streit mit russischem Investor über Börsengang von Wintershall Dea
Unter dem Strich blieb ein auf die Aktionäre entfallender Gewinn von 5,5 Milliarden Euro. Im ersten Coronajahr hatte BASF wegen milliardenschwerer Abschreibungen einen Verlust von gut einer Milliarde Euro ausgewiesen.
Die Anleger zeigten sich unzufrieden über die aktuellen Zahlen: Die Aktie büßte als Dax-Schlusslicht am Morgen mehr als vier Prozent ein, während sich der Gesamtmarkt vom Einbruch am Vortag im Zuge des Angriffs Russlands auf die Ukraine erholte. BASF will trotz des verhaltenen Ergebnisses etwas mehr Geld an die Aktionäre ausschütten: Die Dividende will der Vorstand um zehn Cent auf 3,40 Euro je Aktie erhöhen.
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Das Unternehmen hält laut Vorstand zudem an einem Börsengang des Öl- und Gaskonzerns Wintershall Dea fest. Gegenwärtig herrscht unter den Eignern Zwiespalt über den Börsengang. Wintershall Dea war 2019 aus dem Zusammenschluss der BASF-Tochter Wintershall mit dem Rivalen Dea entstanden. BASF ist mit 67 Prozent beteiligt, die Investmentfirma Letter One des russischen Unternehmers Michail Fridman hält als ehemalige Dea-Eignerin 33 Prozent. Nach dem vorläufigen Stopp des Genehmigungsverfahrens für die umstrittene Erdgaspipeline Nord Stream 2 rechnet das an ihr beteiligte Unternehmen mit einer Entschädigung.
Der geplante Börsengang wurde bereits zweimal verschoben, zuletzt war er eigentlich für die zweite Hälfte des vergangenen Jahres geplant gewesen. Letter One hatte diesen infrage gestellt und Ende Januar erklärt, dafür zumindest gegenwärtig nicht den passenden Zeitpunkt zu sehen.
Der deutsche Leitindex hatte im letzten Börsenjahr mehrere neue Rekordhochs erreicht.
(Foto: Bloomberg Creative/Getty Images [M])
Düsseldorf Der Krieg im Osten Europas wirbelt auch die Finanzmärkte durcheinander. Zum Handelsbeginn stürzte der deutsche Leitindex unter die Marke von 14.000 Punkten, im Gegenzug stieg der Ölpreis über 100 Dollar. Gold kletterte auf den höchsten Stand seit Anfang 2021, und die Renditen der Staatsanleihen fielen deutlich, dafür stiegen deren Kaufkurse. Raus aus dem Risiko, rein in die sichereren Assets, lautet da offenbar das Motto.
Zum Handelsschluss notierte der deutsche Leitindex aber wieder bei 14.052 Punkten, ein Minus von vier Prozent. Zudem markierte der Dax am heutigen Donnerstag mit 13.807 Punkten ein neues Jahrestief, über 800 Punkte unterhalb des Schlusskurses am Vortrag. Vorbörslich waren bereits Kurse zu sehen, die knapp unter 13.800 Punkten lagen.
Trotz der massiven Kursverluste zum heutigen Handelsauftakt gibt es viele Signale, dass sich der Dax eher am Ende als am Beginn seines seit Jahresbeginn laufenden Abwärtstrends befindet.
Gilt nun die Devise: In der Krise nachkaufen?
Da ist zum einem das Prinzip, in Krisen nachzukaufen. Die vergangenen großen bewaffneten Konflikte wie der Vietnamkrieg, der Golfkrieg, der Nato-Einsatz in Afghanistan, der Irakkrieg und die Krim-Krise vor acht Jahren zeigten laut Konstantin Oldenburger, Marktanalyst beim Onlinebroker CMC Markets, ein ähnliches Muster an der Börse. „In allen Fällen fanden die Märkte am Tag der „Invasion“ einen Boden“, erläutert Oldenburger.
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Natürlich können Anleger nicht jeden kriegerischen Konflikt miteinander vergleichen. Denn in diesem Fall wird es – im Gegensatz zu anderen Kriegen – scharfe Sanktionen der USA und der EU gegen Russland geben. Und nach dem Erlass neuer Sanktionen muss an den Börsen erst einmal bewertet werden, welche Folgen diese für die westlichen Volkswirtschaften haben. Doch bis auf den Status als Energielieferant hat Russland ansonsten eine geringe wirtschaftliche Bedeutung.
Natürlich dürfte ein Ölpreis über 100 Dollar die Inflation anheizen. Doch auch kurz vor dem Beginn des zweiten Irakkriegs im März 2003 stieg der Ölpreis auf einen neuen Höchststand. Damals waren es noch 40 Dollar. Was den Dax aber nicht hinderte, nach dem Einmarschbefehl von George W. Bush deutlich nach oben zu klettern.
Bodenbildung im Bereich von 13.500 bis 13.800 Punkten möglich
Auch die technische Analyse signalisiert mittlerweile eher ein Ende des Abwärtstrends oder zumindest eine längere Atempause. Nach dem Bruch der mittelfristigen Marke 14.800 Punkte Ende der vergangenen Woche ergibt sich ein rechnerisches Abwärtspotenzial von 1200 Zählern. Zur Erläuterung: Zehn Monate lang pendelte der Dax zwischen 14.800 Zählern auf der Unter- und 16.000 Punkten auf der Oberseite. Diese Differenz wird von der Unterseite abgezogen und ergibt 13.600 Punkte. Davon ist der Dax nicht mehr weit entfernt.
Der Bereich passt auch zu den ehemaligen Ausbruchsmarken bei 13.800/13.500 Punkten, die wieder ins Blickfeld rücken. Dieser Bereich war Ende 2019/Anfang 2020 ein wichtiger Widerstand. Es dauerte Monate, bis dieser überwunden werden konnte.
Für Martin Utschneider, technischer Analyst bei der Privatbank Donner & Reuschel, könnte eine Bodenbildung bei 13.566 Punkten erfolgen. „Dies gilt es aber noch abzuwarten. Die Risiken und Unsicherheiten sind – Stand jetzt – zu hoch“, erläutert er.
Natürlich kann der Dax noch tiefer fallen. Daher der Warnhinweis: Nachhaltige Kurse unterhalb von 13.500 Punkten dürften das technische Bild beim deutschen Leitindex langfristig beschädigen, mit noch ungeahnten Auswirkungen. Doch die aktuellen Wirtschaftsdaten geben das nicht her. Die Berichtssaison der Unternehmen läuft beispielsweise sehr gut.
Anlegerstimmung signalisiert heftigen, aber kurzen Ausverkauf
Die Anlegerstimmung in Form der Handelsblatt-Umfrage Dax-Sentiment signalisiert ebenfalls eher ein Ende des Abwärtstrends als weiteres deutliches Abrutschen. Der Fünf-Wochen-Durchschnitt des Sentiments, ein seit Jahren treffsicherer Indikator, notiert auf einem negativen Niveau. Deswegen prognostizierte Sentimentexperte Stephan Heibel am vergangenen Montag: „Ein weiteres Abrutschen wird im schlimmsten Fall vielleicht heftig, aber nur kurz ausfallen.“
Historisch kamen den Börsianern in schwierigen Zeiten meist die Notenbanken zu Hilfe. Für Thomas Altmann vom Investmenthaus QC Partners „ist das diesmal jedoch schwieriger denn je“. Denn die jetzt noch stärker steigenden Energiepreise haben das Potenzial, die Inflation noch weiter anzufachen. Von daher seien von den Notenbanken im maximalen Fall Verschiebungen und ein geringeres Tempo bei der Straffung ihrer Geldpolitik zu erwarten.
Genau das wird am Markt bereits eingepreist. Die Wahrscheinlichkeit für die Profis an der Chicagoer Terminbörse liegt bei 90 Prozent, dass es eine Zinserhöhung nur um 25 Basispunkte gibt. Und die Anleiherenditen sinken kräftig. Für eine zehnjährige US-Staatsanleihe lag dieser Wert nur noch bei 1,94 Prozent nach Werten von über zwei Prozent in der Vorwoche. Die Rendite einer zehnjährigen Bundesanleihe fällt auf 0,16 Prozent.
Handelsstopp an der Börse in Moskau
Der Euro reagierte mit Kursverlusten zum Dollar. Zulauf erhielten als sicher empfundene Währungen wie der Dollar oder der japanische Yen. Der russische Rubel brach gegenüber dem Dollar um mehr als sechs Prozent ein. Ein Euro kostete zum Abend 1,1145 Dollar, rund 1,5 Prozent niedriger.
Der Rubel stürzte auf ein Rekordtief gegenüber dem Dollar und näherte sich der Marke von 90 Rubel pro Dollar, nachdem die Moskauer Börse den Handel auf allen Märkten zwischenzeitlich ausgesetzt wurde.
Der dortige Index Moex ging nach einem zwischenzeitlichen Wertverlust von mehr als 36 Prozent mit einem Minus von 22 Prozent aus dem Handel. Der an der Wiener Börse handelbare RTX Russian Traded Index, der in Dollar notiert und aus 14 großen russische Aktien gebildet wird, hatte sich anfangs halbiert. Zuletzt betrug das Minus noch knapp 40 Prozent.
Nach dem Absturz der russischen Aktienmärkte stoppte die Notenbank Leerverkäufe. Mit solchen Geschäften wird auf sinkende Kurse gewettet. Der Stopp gelte für die Börsen und den Freiverkehrsmarkt (OTC) bis auf Weiteres, teilt die Zentralbank mit.
Am Terminmarkt wird eine Zinserhöhung der russischen Zentralbank um mindestens 500 Basispunkte in den kommenden drei Monaten eingepreist, um die Talfahrt der Währung einzudämmen. Die politischen Entscheidungsträger haben den Leitzins in den vergangenen zwölf Monaten um 525 Basispunkte angehoben, um die Inflation einzudämmen.
Ölpreis klettert über 100 Dollar
Die Ölpreise haben am Donnerstag nach dem Angriff Russlands auf die Ukraine kräftig zugelegt. Ein Barrel (159 Liter) der Nordseesorte Brent kostete erstmals seit 2014 mehr als 100 Dollar. Zuletzt zog der Brent-Preis um sechs Prozent auf 103,39 Dollar an. Damit summiert sich das Plus beim Brent-Preis in diesem Jahr bereits auf rund 30 Prozent, nachdem sich der Kurs im vergangenen Jahr verdoppelt hatte.
Ähnlich sieht es beim Öl der amerikanischen Sorte West Texas Intermediate (WTI) aus. Hier zog der Preis für ein Barrel am Donnerstag 7,9 Prozent auf 99,54 Dollar an.
Auch der Goldpreis klettert am Donnerstag auf den höchsten Stand seit Januar 2021. Eine Feinunze (rund 31,1 Gramm) kostete 1920 US-Dollar und damit 0,6 Prozent mehr. Investoren suchen derzeit nach Anlageformen, die als sicher gelten, wie zum Beispiel Gold.
Palladiumpreis steigt weiter
Russische Gegenmaßnahmen könnten einen Exportstopp für wichtige Rohstoffe in westliche Länder umfassen. Im Falle der Edelmetalle wäre nach Ansicht der Commerzbank-Analysten davon wohl Palladium betroffen. Russland ist knapp hinter Südafrika der weltweit zweitgrößte Palladiumproduzent. Der Rohstoff wird beispielsweise in Autokatalysatoren verwendet. Sofern sich die Automobilproduzenten in den letzten Monaten nicht mit ausreichend Material versorgt haben, müsste im Falle von Angebotseinschränkungen wohl die Produktion gedrosselt werden.
Die benötigten Mengen Palladium anderweitig zu beziehen dürfte kaum möglich sein. Zumindest sehen sich die südafrikanischen Produzenten nicht in der Lage, Angebotsausfälle aus Russland aufzufangen. Der Palladiumpreis, der am Mittwoch schon um gut fünf Prozent gestiegen ist, legt heute Morgen weiter zu auf fast 2596 Dollar je Feinunze. Dies ist der höchste Stand seit mehr als sechs Monaten.
Aluminiumpreis auf Rekordhoch
Der Preis für Aluminium ist mit dem russischen Angriff auf die Ukraine auf ein Rekordhoch gestiegen. An der Börse in London verteuerte sich eine Tonne am Donnerstagmorgen um 2,9 Prozent auf 3388 US-Dollar. Der Preis für das Metall übertraf damit das bisherige Hoch, das in der Wirtschaftskrise 2008 erreicht worden war.
Der starke Preisanstieg könnte die Inflationsentwicklung weiter verstärken, da Aluminium in vielen Produkten enthalten ist. Russland ist einer der weltgrößten Anbieter. Erdgas ist für die Aluminium-Produktion wichtig. Ein Anstieg der Gaspreise dürfte die europäischen Aluminium-Produzenten unter Druck setzen.
Auch die Kryptomärkte reagierten und gaben deutlich nach. Der Bitcoin, die größte digitale Währung, verlor in der Nacht gut acht Prozent und kostete 35.573 Dollar. Zum Abend stieg der Bitcoin wieder um 2,3 Prozent auf 36.058 US-Dollar. Die zweitgrößte Kryptowährung Ether fiel um acht Prozent auf 2469 Dollar.
Kurse der Bankaktien brechen ein
Bei den Einzelwerten gehörten Banken zu den größten Verlierern. Der entsprechende Branchenindex gab rund acht Prozent nach. Die Aktien der stark in Russland engagierten Geldhäuser Raiffeisen Bank, Unicredit und Société Générale (SocGen) büßen zwischen zwölf bis 23 Prozent ein, Die Aktie der Commerzbank gibt 13,11 Prozent nach, die der Deutschen Bank 12,5 Prozent.
Blick auf weitere Einzelwerte
Rüstungsaktien: Der russische Angriff auf die Ukraine gibt westlichen Rüstungswerten Auftrieb. Die Aktien von Rheinmetall und BAE Systems stiegen um jeweils 3,4 Prozent auf Zwei-Jahres-Hochs von 99,98 Euro. In Paris legten die Titel des Rivalen Thales 4,9 Prozent zu.
Mercedes-Benz: Der Autobauer stockt nach einem Gewinnsprung die Dividende für die Aktionäre kräftig auf. Die soll von 1,35 Euro je Aktie für das von Corona-Lockdowns belastete Vorjahr nun auf überraschend hohe fünf Euro steigen. Das bescherte der Mercedes-Benz-Aktie in einem extrem schwachen Marktumfeld ein Minus von 6,5 Prozent.
Heidelberg Cement: Der Baustoffkonzern will angesichts steigender Energiekosten die Preise weiter anheben. Denn die anhaltend hohen Kosten blieben insbesondere im ersten Halbjahr eine Herausforderung. Da die Baukonjunktur mit Investitionen in Infrastruktur weltweit sowie mit dynamischem privatem Wohnungsbau weiter brummt, ist Konzernchef Dominik von Achten zuversichtlich für 2022. Der Umsatz soll deutlich steigen, das operative Ergebnis leicht zulegen. Die Aktie verlor 7,2 Prozent.
Im Kampf gegen die hohen Energiepreise und nach dem Eindringen Russlands in die Ukraine drängen die USA auf eine konzertierte Aktion. Mitglieder der Internationalen Energieagentur sollen einen Teil ihrer Ölreserven freigeben.
Öllager in Texas
Foto: DPA
Die US-Regierung arbeitet angesichts der nach dem russischen Angriff auf die Ukraine stark gestiegenen Preise für Rohöl an einer weltweit koordinierten Freigabe von Ölreserven. Das werde gerade mit der in Paris ansässigen Internationalen Energieagentur (IEA) beraten, sagte ein Regierungsmitarbeiter der Nachrichtenagentur Reuters. Der Plan befinde sich allerdings noch in einem »frühen Stadium«.
Die Ölpreise waren zuvor über die Marke von 100 Dollar pro Barrel gestiegen. Die Nordseesorte Brent hatte im Tagesverlauf teils sogar mehr als 105 Dollar gekostet.
Russland ist einer der größten Ölexporteure der Welt. Mit dem Preisanstieg werden nicht nur Kraftstoffe und Heizöl für Verbraucher teurer, sondern auch für Unternehmen. Diese dürften versuchen, zumindest einen Teil der steigenden Kosten an ihre Kunden weiterzugeben. Das ebenfalls teurer gewordene Erdgas ist zugleich Hauptbestandteil vieler Düngemittel, was wiederum Nahrungsmittel verteuern könnte.
All das treibt die ohnehin hohe Inflation weiter an. In Deutschland könnte die Teuerungsrate zeitweise auf bis zu 6,1 Prozent klettern, so das arbeitgebernahe Institut der deutschen Wirtschaft (IW) in einer Modellsimulation.
Die Aktionäre sollen für 2021 insgesamt 2,45 Euro je Anteil erhalten, wobei 0,50 Euro Bonus anlässlich des 50-jährigen Firmenjubiläums enthalten sind.
Im Vorjahr hatte der Softwarekonzern für 2020 je Aktie 1,85 Euro gezahlt, ein Plus von 0,27 Euro.
Die Gesamtausschüttung an die Aktionäre für 2021 summiert sich nach Unternehmensangaben auf rund 2,89 (2,18) Milliarden Euro. Die Ausschüttungsquote liegt bei 54 (41) Prozent bzw ohne Jubiläumsbonus bei 43 Prozent.
Die Dividendenpolitik des Konzerns sieht mindestens 40 Prozent des Nettoergebnisses nach IFRS als Ausschüttung vor. Das betrug im vergangenen Jahr 4,46 Euro, sodass die rechnerische Untergrenze bei 1,78 Euro gelegen hatte. 10 Jahre zuvor hatte SAP 0,25 Euro als Jubiläumsbonus je Aktie gezahlt.
Die jetzige Anhebung, die das Management bereits seit Mitte vergangenen Jahres angedeutet hatte, begründete SAP mit der guten Geschäftsentwicklung. "Wir haben ein herausragendes Jahr mit starken Ergebnissen erzielt und wollen unsere Aktionäre an diesem Erfolg mit einer erhöhten Dividende teilhaben lassen", wird Finanzvorstand Luka Mucic zitiert.
Außerdem hatte der Konzern aus Walldorf mit den Mitte Januar veröffentlichten vorläufigen Zahlen 2021 ein Aktienrückkaufprogramm angekündigt, das derzeit läuft. Es hat ein Volumen von 1 Milliarde Euro und am 1. Februar begonnen. Die erworbenen Aktien sollen nach Unternehmensangaben vorrangig für künftige Zuteilungen aus dem anteilsbasierten Vergütungsprogramm "Move SAP" genutzt werden, also nicht eingezogen oder für mögliche Akquisitionen zurückgehalten werden.
Bis Ende vergangener Woche wurden knapp 2,3 Millionen Aktien zurückgekauft. Auf Basis eines bisherigen Durchschnittskurses von 107,51 Euro je Aktie ist mit knapp 250 Millionen Euro etwa ein Viertel des Gesamtvolumens ausgeschöpft.
SAP hatte 2021 auf Aktienrückkäufe verzichtet, da Liquidität im Unternehmen gehalten und in den Schuldenabbau und die Investitionen geflossen ist. "Da hatten wir andere Dinge im Kopf als Aktienrückkäufe", hatte Finanzvorstand Mucic im Sommer gesagt. Zuletzt hatte der Softwarekonzern im Februar/März 2020 ein Rückkaufprogramm über 1,5 Milliarden Euro durchgezogen, davor 2017 über 500 Millionen Euro.
SAP-AR-Chef Plattner will weitere 2 Jahre amtieren
Der SAP-Aufsichtsratsvorsitzende Hasso Plattner stellt sich auf der Hauptversammlung 2022 zur Wiederwahl für eine Verlängerung seiner Amtszeit um zwei Jahre. Der 78-jährige SAP-Mitgründer würde damit 2024 ausscheiden. Er steht seit 2003 an der Spitze des Aufsichtsgremiums, nachdem er zuvor sechs Jahre lang Vorstandssprecher gewesen war.
Den Zeitplan hatte Plattner bereits auf der Aktionärsversammlung im vergangenen Jahr angekündigt. Damals hatte er gesagt, mindestens sechs Monate vor der Hauptversammlung 2024 wolle er dann einen Vorschlag für seine Nachfolge präsentieren. Er wolle die nächsten Jahre zudem nutzen, um den laufenden Transformationsprozess des Konzerns in Richtung Cloud weiter zu begleiten.
Eigentlich hätte ein Generationswechsel an der AR-Spitze bereits in diesem Jahr angestanden. Denn 2019 war Plattner bei seiner Wiederwahl mit einer auf drei von fünf Jahre verkürzten Amtszeit angetreten und hatte diese damals als seine letzte bezeichnet.
Ebenfalls zur Wiederwahl auf der für den 18. Mai 2022 angesetzten Hauptversammlung stehen Gunnar Wiedenfels (44), Chief Financial Officer beim US-Unternehmen Discovery Inc, bis 2026 und Rouven Westphal (49), Vorstandsmitglied der Hasso Plattner Foundation, ebenfalls bis 2026.
Mit dem Abschied von Bernard Liautaud nach der Hauptversammlung steht zudem eine Neubesetzung im Aufsichtsrat an. Diese Nominierung will das Unternehmen in den nächsten Wochen bekanntgeben.
Neu entstehen wird in dem Gremium die Position eines Lead Independent Director. Damit solle die "Corporate Governance noch stärker an die international gängige Praxis angepasst werden". Diese Aufgabe werde Friederike Rotsch nach der Hauptversammlung übernehmen. Sie ist seit 2018 AR-Mitglied und außerdem Group General Counsel und Leiterin Recht und Compliance bei der Merck KGaA.
Für das SAP-Papier ging es via XETRA schlussendlich um 2,13 Prozent runter auf 97,48 Euro.
FRANKFURT (Dow Jones)
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Der Krieg in der Ukraine wirkt sich massiv am Ölmarkt aus. Der Preis für ein Barrel liegt erstmals seit vielen Jahren wieder deutlich über 100 Dollar je Barrel. Droht bald eine weltweite Öl-Knappheit?
Als Folge des russischen Angriffs auf die Ukraine ist der Ölpreis massiv gestiegen. Nordsee-Öl der Sorte Brent zur Lieferung im April verteuerte sich zeitweise um neun Prozent auf 105,75 Dollar je Barrel (159 Liter). Das war der höchste Stand seit dem Jahr 2014. Damit ist der Preis für Brent in diesem Jahr bereits um rund 30 Prozent gestiegen, nachdem sich die Notierung im vergangenen Jahr bereits verdoppelt hatte.
Weltweit zweitwichtigster Förderer
Im vergangenen Jahr förderte Russland im Schnitt knapp elf Millionen Barrel Erdöl pro Tag und hatte damit einem Anteil von mehr als einem Zehntel an der weltweiten Ölversorgung. Nummer eins sind die USA mit etwas mehr als elf Millionen Barrel. Die weltweite Nummer drei ist Saudi-Arabien mit knapp neun Millionen.
"Russisches Öl wird über Nacht vom Weltmarkt verschwinden, wenn es zu neuen Sanktionen kommt", warnte Volkswirt Howie Lee von der Bank OCBC. "Die OPEC kann nicht ausreichend produzieren, um dieses Loch zu füllen."
Denn auch unabhängig von dem Krieg in der Ukraine war zuletzt die Tendenz zu beobachten, dass der weltweite Ölmarkt nicht gerade üppig versorgt ist. Das Öl-Kartell OPEC hatte in den vergangenen Monaten trotz der anziehenden Konjunktur und der stark gestiegenen Preise an seiner eher restriktiven Förderpolitik festgehalten und nur eine leichte Erhöhung der Förderung angekündigt. Damit gab die OPEC den Ölpreisen noch eine kräftige Unterstützung.
Der russische Angriff auf die Ukraine sorgt für Schockwellen an den Finanzmärkten. Weltweit stürzen die Börsen ab. Der Ölpreis kletterte indes auf über 100 Dollar. Anleger flüchten in Gold und den Dollar.
Ein Hauch von Panik herrscht auf dem Frankfurter Börsenparkett. "Die schlimmsten Befürchtungen sind wahr geworden, es ist Krieg in Europa", sagen Händler. Der DAX stürzt bis zum Nachmittag um rund fünf Prozent ab und rutscht unter die psychologisch wichtige Marke von 14.000 Punkten. Es droht der größte Tagesverlust seit zwei Jahren.
Rekord-Kurssturz an der russischen Börse
Noch dramatischer ging es an der Moskauer Börse zu. Dort erlebte der Leitindex RTS einen Rekord-.Kurssturz von gut 50 Prozent. Er rutschte auf den tiefsten Stand seit sechs Jahren. Der russische Rubel fiel in der Spitze auf ein Rekordtief.
Auch die Wall Street eröffnete mit herben Verlusten. Der Dow Jones sackte zum Handelsstart um 2,5 Prozent ab und fiel unter die Schwelle von 33.000 Punkten. Er steuert damit auf den sechsten Verlusttag in Folge zu. Binnen einer Woche hat er schon mehr als sieben Prozent eingebüßt. Der breiter gefasste S&P 500 büßte zur Handelseröffnung knapp zwei Prozent ein.
Die Nachricht von den russischen Angriffen sei für die Börsen zum denkbar ungünstigsten Zeitpunkt gekommen, betonten die Marktstrategen der Deutschen Bank. So habe der "Fang+-Index" der bedeutendsten US-Technologieschwergewichte zuvor schon alle Gewinne aus dem vergangenen Jahr eingebüßt. Zugleich liege der S&P 500 erstmals seit Jahresbeginn um über zehn Prozent im Minus.
Ratlose Anleger
Investoren zeigten sich fassungslos und warfen panikartig Aktien aus ihren Depots. "Im Augenblick ist es unmöglich, auf irgendein Szenario zu wetten", sagte Analystin Ipek Ozkardeskaya von der Swissquote Bank. "Wir können die neuesten Entwicklungen nur aufmerksam beobachten und uns auf weitere Kursausschläge einstellen."
An den Rohstoffmärkten löste Russlands Militäroffensive gegen die Ukraine dramatische Preissprünge aus. Der Ölpreis stieg erstmals seit 2014 wieder über die Marke von 100 Dollar je Barrel. Die Rohölsorte Brent aus der Nordsee verteuerte sich um bis zu neun Prozent auf 105,79 Dollar je Barrel und markierte ein Siebeneinhalb-Jahres-Hoch. Der europäische Erdgas-Future steuert mit einem Plus von gut 40 Prozent auf 118 Euro je Megawattstunde auf den größten Tagesgewinn seit zweieinhalb Jahren zu.
Auch andere Rohstoffpreise explodieren
Aluminium und das in Lebensmittel-Dosen verwendete Zinn, zu deren wichtigsten Exporteuren Russland gehört, kletterten auf Rekordhochs von 3449 Dollar und 45.410 Dollar je Tonne. "Durch die Sanktionen wird Russland seine Rohstoffe nicht an den Westen verkaufen können oder wollen", warnte Analyst Ricardo Evangelista vom Brokerhaus ActivTrades. "Dies wird die aktuellen Angebotsengpässe noch verschärfen."
Auch der europäische Weizen-Future stieg auf ein Rekordhoch von 344 Euro je Tonne. Laut Experten steht die Ukraine für ein Viertel des weltweiten Agrarhandels.
Inflationsängste kochen wieder hoch
Die explodierenden Rohstoffpreise schüren neue Inflationsängste. Experten schließen nicht aus, dass Russland auf die harten Wirtschaftssanktionen des Westens mit einem Gaslieferstopp reagiert und damit die Preisspirale weiter anheizt. Dann könnte die Inflationsrate in diesem Jahr auf über sechs Prozent klettern, prophezeit das Institut der deutschen Wirtschaft (IW). "So unberechenbar die politische Eskalation und Lage ist, so greifbar sind jetzt doch die denkbaren weltwirtschaftlichen Auswirkungen", kommentierte Thomas Böckelmann vom Vermögensmanagement Euroswitch die Entwicklung an den Rohstoffmärkten.
Notenbanken noch mehr unter Druck
Die außer Kontrolle geratenen Energiepreise gelten als der Haupttreiber für die hohen Inflationsraten in den westlichen Industriestaaten und setzen die Notenbanken massiv unter Druck zu handeln. Konkret wird erwartet, dass die US-Zentralbank Federal Reserve (Fed) im März eine erste Zinserhöhung beschließt. Auch in der EZB, die im Zinszyklus noch weit hinter Fed steht, haben sich nach einer hohen Inflationsdynamik zuletzt die Stimmen gemehrt, die Zügel anzuziehen.
"Der Einmarsch Russlands in die Ukraine bringt die EZB in ein Dilemma. Auf der einen Seite werden die steigenden Energiepreise die Inflation im Euro-Raum weiter anheizen. Hier müsste die EZB im März mit dem Ende des Anleihenkaufprogrammes reagieren und Zinserhöhungen für die Zukunft ankündigen. Auf der anderen Seite bremsen die negativen Handelsauswirkungen und die Auswirkungen der Sanktionen den wirtschaftlichen Aufschwung nach der Pandemie", sagte Alexander Kriwoluzky vom DIW.
Anleger flüchten in sichere Häfen wie Gold und US-Dollar. Das gelbe Edelmetall verteuerte sich um bis zu 3,5 Prozent auf 1973 Dollar je Feinunze. Das ist der höchste Stand seit 18 Monaten.
Der Dollar-Index, der den Kurs zu wichtigen Währungen widerspiegelt, sprang um ein Prozent nach oben. Der Euro indes rutschte erstmals seit Ende Januar wieder unter die Marke von 1,12 Dollar und kostete am Nachmittag nur noch 1,1166 Dollar. Traditionell ist der Dollar in Krisenzeiten gefragt, ebenso wie der japanische Yen.
Angesichts des Konflikts um die Ukraine fanden Unternehmensberichte nur begrenztes Interesse. So auch die Jahresbilanz der Telekom. Das DAX-Schwergewicht hat 2021 den Umsatz um 7,7 Prozent auf 108,8 Milliarden Euro gesteigert. Das um Sondereffekte bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen inklusive Leasingaufwand (ber. Ebitda AL) kletterte um 6,6 Prozent auf 37,3 Milliarden Euro. Beim freien Mittelzufluss (FCF AL) konnte das Management einen Wert von 8,8 Milliarden Euro verzeichnen. Bei beiden Werten erreichte die Deutsche Telekom damit etwas mehr als sie selbst angepeilt hatte. Auch die Schätzungen der Analysten wurden übertroffen. Die T-Aktien fielen dennoch um über sechs Prozent.
Der Autobauer Mercedes-Benz stockt nach einem Gewinnsprung die Dividende für die Aktionäre kräftig auf. Der Nettogewinn des im Jahr 2021 noch unter Daimler firmierenden Konzerns lag mit 23 Milliarden Euro gut sechsmal so hoch wie ein Jahr zuvor, wie das DAX-Unternehmen am Morgen mitteilte. Darin ist auch ein milliardenschwerer positiver Bewertungseffekt aus der Abspaltung von Daimler Truck enthalten.
Die Dividende soll von 1,35 Euro je Aktie für das von Corona-Lockdowns belastete Vorjahr nun auf überraschend hohe 5,00 Euro steigen. Der Umsatz kletterte trotz gesunkener Autoverkäufe um neun Prozent auf 168 Milliarden Euro. Eckdaten zum Tagesgeschäft hatte Mercedes-Benz schon vorgelegt - die Stuttgarter profitierten insbesondere von hohen Verkaufspreisen bei Neu- und Gebrauchtwagen. In den Konzernzahlen ist noch Daimler Truck enthalten.
Auch Deutschlands größer Softwarekonzern SAP hat eine höhere Dividende angekündigt. Sie soll um 60 Cent auf 2,45 Euro steigen, wie der DAX-Konzern am Vormittag mitteilte. Die Zahlung schließe eine Sonderausschüttung von 50 Cent zum 50-jährigen Bestehen des Unternehmens ein. Insgesamt entspricht dies einer Erhöhung um 32 Prozent. Sollten die Anteilseigner dem Dividendenvorschlag zustimmen, käme SAP demnach auf eine Ausschüttungsquote von 54 Prozent. Die Hauptversammlung ist für den 18. Mai geplant.
HeidelbergCement, der einzige Baukonzern im DAX, hat sich ebenfalls zu Wort gemeldet und dabei ein optimistisches Szenario für das laufende Jahr verbreitet. "Die weltweiten Infrastrukturmaßnahmen werden sukzessive zum Absatzwachstum unserer Produkte beitragen", sagte Unternehmenschef Dominik von Achten bei Vorlage der Bilanz.
Aufgrund der anhaltend hohen Energiekosten blieben aber die Rahmenbedingungen insbesondere im ersten Halbjahr herausfordernd, warnte der Konzern ebenfalls. 2021 schloss HeidelbergCement dank gut laufender Geschäfte mit einem Milliardengewinn ab. Der auf die Aktionäre anfallende Überschuss betrug 1,76 Milliarden Euro. Hohe Abschreibungen hatten dem Unternehmen ein Jahr zuvor einen Verlust von gut 2,1 Milliarden Euro eingebrockt. Der Geschäftsbericht 2021 und der Dividendenvorschlag sollen am 24. März veröffentlicht werden.
Rüstungswerte sind am Mittag die Profiteure des russischen Truppeneinmarschs in die Ukraine. Während DAX und MDAX auf die tiefsten Stände seit fast einem Jahr abrutschen, stiegen Rheinmetall auf den höchsten Stand seit zwei Jahren. Sie gewinnen an der MDAX-Spitze fast drei Prozent. Auch die Papiere des Rüstungselektronik-Herstellers Hensoldt steigen klar.
Seit Dienstagmorgen suchen die Anleger hier ihre Chance - Rheinmetall kletterten seither um gut acht Prozent, Hensoldt sogar um über 13 Prozent.
Der französische Versicherer Axa hat seinen Gewinn im zweiten Corona-Jahr dank gesunkener Schäden und lukrativer Finanzgeschäfte mehr als verdoppelt. Im Vergleich zu 2020 legte der Überschuss um 131 Prozent auf 7,3 Milliarden Euro zu, wie der Konkurrent des deutschen Allianz-Konzerns mitteilte. Rechnet man Effekte wie Wertveränderungen, realisierte Gewinne aus Kapitalanlagen und Währungsschwankungen heraus, wuchs der Überschuss noch um 61 Prozent.
Besonders gut habe sich der hauseigene Rück- und Spezialversicherer Axa XL entwickelt, sagte der deutsche Konzernchef Thomas Buberl. Der bereinigte Gewinn je Aktie soll in den Jahren 2020 bis 2023 jetzt im Schnitt um rund sieben Prozent steigen. Für das abgelaufene Jahr sollen die Anteilseigner eine Dividende von 1,54 Euro je Aktie erhalten. Zudem will Axa bis zu 500 Millionen Euro in den Rückkauf eigener Aktien stecken. Die guten Zahlen verpuffen allerdings angesichts der dramatischen Ereignisse.
Der Onlinehändler eBay hat mit seinen Prognosen für das erste Quartal die Anleger enttäuscht. Der US-Konzern sagte gestern nach Börsenschluss für das Auftaktquartal ein Ergebnis je Aktie zwischen 1,01 und 1,05 Dollar und einen Umsatz zwischen 2,43 und 2,48 Milliarden Dollar voraus. Beides lag unter den Erwartungen des Marktes. Die Aktie sackte nachbörslich deutlich Prozent ab.