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Saturday, December 25, 2021

KFC: Kundin findet Hühnerkopf in Fast-Food-Menü - BILD

Frittiert mit Schnabel dran Kundin findet Hühnerkopf in Fast-Food-Menü

Einmal Hühnerkopf, frittiert – war nicht die Bestellung
Einmal Hühnerkopf, frittiert – war nicht die BestellungFoto: Takeaway Trauma/Twitter

Wenn sie da herzhaft zugebissen hätte …

Es ist eine Vorstellung, die vielen den Ekel in den Magen treibt – aber nicht mehr das Essen, das sie gerade erworben haben.

Eine Frau namens Gabriella aus London bestellte sich eine Portion frittiertes Hühnchen bei KFC und bekam mehr Tier, als sie wollte … Sie fischte einen kompletten Hühnerkopf mit Schnabel, Auge und frittierter Panade aus ihrer Box.

Ein Foto davon postete sie auf dem Twitter-Account „Takeaway Trauma“ und schrieb dazu, dass sie den Rest aus ihrer Box wohl nicht mehr essen will.

Dennoch verteile sie zwei Sterne als Bewertung für KFC (Abkürzung für die Fast-Food-Kette Kentucky Fried Chicken). Das sah das Unternehmen als großzügigste Bewertung überhaupt an – bei allem Ärger beweise der Vorfall aber auch: Es werden echte Hühnchen serviert …

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Guten Appetit.

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Printen-Papst Hermann Bühlbecker: "Mein Hauptziel ist, dass Lambertz in Familienhand bleibt" - t-online.de

Für Hermann Bühlbecker ist Weihnachten unzertrennlich mit seinem Unternehmen verbunden: dem Lebkuchen-Traditionskonzern Lambertz. Ein Gespräch über Corona, sein Lebenswerk – und ihn selbst.

Weihnachten: Dazu gehören bei vielen Deutschen Lebkuchen, Dominosteine, Spekulatius oder Christstollen. Einer, der sich damit auskennt, ist Hermann Bühlbecker. Ihm gehört der Weltmarktführer für Weihnachtsgebäck, die Aachener Firmengruppe Lambertz – mit bekannten Marken wie Weiss, Kinkartz oder eben Lambertz selbst.

Wer die vergangenen Wochen im Supermarkt für den Weihnachtsteller eingekauft hat, wird mit ziemlich großer Wahrscheinlichkeit mit einem seiner Süßwaren nach Hause gegangen sein. Denn er beliefert auch die großen Discounterketten mit Eigenmarken.

t-online hat ihn im Stammwerk in Aachen besucht – und mit ihm über die Herausforderungen der Corona-Krise, sein Süßwaren-Imperium und seine Person gesprochen. Denn Bühlbecker ist einer der schillerndsten Unternehmer Deutschlands (lesen Sie hier ein Porträt über ihn).

t-online: Herr Bühlbecker, wir feiern nun das zweite Corona-Weihnachten. Wie Pandemie-müde sind Sie?

Hermann Bühlbecker: Sehr müde. Das Thema ist zu dominant. Es gibt keine Nachrichtensendung im Fernsehen, in der das Virus nicht im Mittelpunkt steht. Wir bei Lambertz haben zwar noch Glück. Schließlich stellen wir Produkte her, die systemrelevant sind, die trotz Krise gefragt sind und verkauft werden. In allen Werken konnten wir deshalb normal produzieren und den Markt bedienen.

Hermann Bühlbecker hat zum Interview in den Besprechungsraum "Galerie" im Aachener Stammwerk geladen. Vor Bühlbecker auf dem Tisch: die Kekse und Lebkuchen aus seinem Unternehmen. (Quelle: t-online/Thomas Banneyer)Hermann Bühlbecker hat zum Interview in den Besprechungsraum "Galerie" im Aachener Stammwerk geladen. Vor Bühlbecker auf dem Tisch: die Kekse und Lebkuchen seines Unternehmens. (Quelle: Thomas Banneyer/t-online)

Das heißt, Sie sind ein Corona-Gewinner?

Nein, das nun auch wieder nicht. Denn obwohl wir grundsätzlich halbwegs gut durch die Krise gekommen sind, haben auch wir Kunden verloren, beispielsweise durch rückläufige Frequenzen in den Flughäfen und ihren Verkaufsstellen. Auch der Absatz in den Kaufhäusern ging deutlich zurück. Und dann sind da noch die Weihnachtsmärkte, die abgesagt wurden. Auch das hat Lambertz getroffen, genauso wie das internationale Geschäft, das stark gelitten hat. Aber: Wir kämpfen uns durch mit erheblichen Mehrkosten, um Corona-gerecht produzieren zu können.

Mussten Sie dafür auch Kurzarbeit einführen?

Nein, Mittel wie Kurzarbeit brauchten wir nicht. Wir haben stets betont, dass wir kein Geld vom Staat wollen. Das haben wir geschafft. Lambertz hat keinerlei staatliche Hilfe annehmen müssen.

Wie ist Ihnen das gelungen?

Nun ja, wir haben unsere Umsätze ausgeglichen. Dazu mussten wir auch unsere Produktion umstellen: Weniger Dosen fürs internationale Geschäft, weniger Konferenzkekse. Dafür haben wir mehr Gebäcke für den Lebensmittelhandel produziert.

Hermann Bühlbecker, geboren 1950, ist Alleininhaber der Lambertz-Gruppe. Bühlbecker studierte BWL, trat nach seiner Promotion 1976 ins Familienunternehmen ein und baute es zum Marktführer für Saisongebäck aus. Bühlbecker veranstaltet die "Lambertz Monday Night", eine Modenschau im Rahmen der Internationalen Süßwarenmesse in Köln, vergibt den Lambertz-Nationenpreis beim Reitturnier CHIO in Aachen und bringt jährlich einen Kalender mit Topmodels heraus. Bühlbecker ist zudem Honorarkonsul der Elfenbeinküste, dem größten Kakaoproduzenten der Welt. Er ist in zweiter Ehe verheiratet und hat eine Tochter.

Zuletzt sind die Rohstoff- und Energiepreise deutlich gestiegen. Wie sehr ist das für Lambertz ein Problem?

Das ist eine gewaltige Herausforderung. Die Preise für Butter, Mehl, Zucker, Schokolade und auch in den Bereichen Verpackungen, Energie und Logistik sind regelrecht explodiert.

"Wir suchen händeringend Fahrer, die unsere Produkte ausliefern", sagt Hermann Bühlbecker. (Quelle: t-online/Thomas Banneyer)"Wir suchen händeringend Fahrer, die unsere Produkte ausliefern", sagt Hermann Bühlbecker. (Quelle: Thomas Banneyer/t-online)

Alles Zutaten, die für Ihre Produkte wichtig sind.

Genau. Früher konnten wir solche Preisspitzen ganz gut ausgleichen, etwa durch Einsparungen bei den Energie- und Personalkosten. Das geht jetzt aber auch nicht mehr, im Gegenteil: Wir suchen zum Beispiel händeringend Fahrer, die unsere Produkte ausliefern. Streckenweise haben wir kaum neue Mitarbeiter für die Produktion bekommen, auch nicht aus dem Ausland. Die Verteuerungen beim Strom und beim Personal sind dramatisch, das geht in die Millionenhöhe. Doch es gibt noch ein viel größeres Problem.

Nämlich?

Die Lieferkettenprobleme machen aktuell fast allen Firmen das Leben schwer, auch uns. Da stecken unglaublich viele Risiken drin. Die globale Logistik gleicht fast einer Wundertüte, bei der man nicht weiß, was am Ende herauskommt.

Das müssen Sie bitte erklären.

Die Lieferströme auf der ganzen Welt sind durcheinandergeraten. Um es konkret zu machen: Lambertz ist Marktführer bei Saisonartikeln. Das heißt, wir müssen in Vorleistung gehen. Von Juni bis August produzieren wir Lebkuchen, Dominosteine und Stollen. Anschließend liefern wir die Produkte an den Handel aus. Das Geld dafür bekommen wir aber erst im Dezember oder Januar, dann, wenn unsere Waren verkauft sind. Wenn aber unklar ist, wann welches Containerschiff im Hafen ausläuft, sind Lieferzusagen schwer einzuhalten. Wir hatten noch nie so ein schwieriges Jahr wie 2021. In Deutschland ist es uns noch gelungen, unsere Verträge zu erfüllen. In den USA aber leider nicht. Die Ware ist teilweise im Hafen geblieben und hat den Handel gar nicht erreicht.

Dominosteine von Lambertz: Das Unternehmen ist Weltmarktführer für Saisongebäck. (Quelle: Mauritius Kloft)Dominosteine von Lambertz: Das Unternehmen ist Weltmarktführer für Saisongebäck. (Quelle: Mauritius Kloft)

Warum?

An Lambertz liegt es jedenfalls nicht.

Sondern?

Wir haben die Ware früh genug geliefert. Doch unsere Kekse liegen zurzeit im Hafen und kommen nicht beim Händler an – geschweige denn beim Kunden. Wir müssen Millionen Dollar an Hafengebühr zahlen. Für nichts und wieder nichts.

Wie geht es 2022 weiter?

Fürs nächste Jahr sieht es düster aus. Aktuell tun sich Probleme auf, die wir aus der Vergangenheit gar nicht kennen. Fast kein Bereich läuft normal.

Wie meinen Sie das?

In den nächsten Wochen steigen wir in die Gespräche mit dem Handel ein. Es wird in jedem Fall teurer werden. Doch Stand jetzt werden wir froh sein können, wenn wir alle Verpackungen bekommen, zum Beispiel die Lebkuchendosen aus Asien, und lieferfähig sind. Die Kernfrage bleibt: Schaffen wir es termingerecht, unsere Produkte zu den Kunden zu bringen? Wir fragen unsere Lieferanten oft gar nicht mehr nach den Preisen. Alles, was früher für uns selbstverständlich war, ist es nicht mehr.

Was heißt das alles für die Endverbraucher?

Zunächst wenig.

Wieso das?

Weil der Wettbewerb im Lebensmittelhandel hart ist. Deshalb sind die Lebensmittel in Deutschland sehr günstig. Eine Packung unserer bekannten Lebkuchen "Herzen, Sterne, Brezeln", 500 Gramm, kostet zum Beispiel 1,79 Euro im Discounthandel. In Belgien oder Frankreich zahlen Sie dagegen fast das Doppelte. Wenn diese Produkte im nächsten Jahr etwas teurer werden, also 1,89 Euro oder 1,99 Euro kosten, schreckt das die Kunden sicher nicht ab. Das ist meine Einschätzung, wobei die Entscheidungen über die Preise vom Handel getroffen werden.

"Herzen, Sterne, Brezeln" von Weiss. Die Firma gehört zur Bühlbeckers Lambertz-Gruppe. (Quelle: Mauritius Kloft)"Herzen, Sterne, Brezeln" von Weiss. Die Firma gehört zur Bühlbeckers Lambertz-Gruppe. (Quelle: Mauritius Kloft)

Da sind Sie aber optimistisch.

Ich bin Realist. Lebkuchen gehören in die Vorweihnachtszeit – auch wenn sie etwas teurer werden sollten. Und überhaupt: Die gesamte Branche wird die Preise wohl anheben müssen. Deshalb bricht der Markt nicht zusammen. Für die Verbraucher wäre das sicher keine Katastrophe. Der letzte Cent Preiserhöhung verliert an Bedeutung, wenn wir nicht mehr liefern können und der Verbraucher Produkte gar nicht erst kaufen kann.

Die Lambertz-Gruppe ist einer der größten deutschen Süßwarenproduzenten. Das Unternehmen erwirtschaftet aktuell mit mehr als 4.000 Mitarbeitern in sieben Fabriken in Deutschland und Polen einen Umsatz von mehr als 650 Millionen Euro. Zu der Gruppe gehören insgesamt 25 Tochterfirmen, unter anderem die Marken "Lambertz", "Kinkartz", "Haeberlein-Metzger", "Dr. Quendt" und "Weiss Lebkuchen". Die Gründung des Unternehmens geht aufs Jahr 1688 zurück, der Namensgeber Henry Lambertz stieß aber erst 170 Jahre später dazu.

Schauen wir auf die nähere Zukunft. Die neuerlichen Kontaktbeschränkungen für Geimpfte wegen der Omikron-Variante kommen am 28. Dezember. Deutschland droht wegen der Mutation gar ein neuer Lockdown. Wie hart würde der Ihr Unternehmen treffen?

Kassandra-Rufe gibt es wohl genug. Das gilt auch für die neue Omikron-Variante, die ja wohl ansteckender, aber nicht gefährlicher ist. Neue Studien aus England und Südafrika –  wie aus Medienberichten hervorgeht – deuten sogar auf einen eher milderen Verlauf hin. Es ist sicher wichtig, dass wir sehr wachsam sind. Ich persönlich halte einen kompletten Lockdown für nicht gerechtfertigt und zielführend. Es ist wichtig, die Älteren und Vorerkrankten zu schützen. Wir werden lernen müssen, mit Corona zu leben.

Das klingt ein wenig, als wollten Sie Corona verharmlosen.

Von wegen! Mir ist bewusst, dass wir es mit einem gefährlichen Virus zu tun haben. Doch ich denke auch: Wir können uns nicht vor allem schützen.

"Natürlich wäre es das Beste, wenn alle sich impfen ließen", so Hermann Bühlbecker, der mit seinen 71 Jahren zu den Corona-Risikopatienten zählt. (Quelle: t-online/Thomas Banneyer)"Natürlich wäre es das Beste, wenn alle sich impfen ließen", so Hermann Bühlbecker, der mit seinen 71 Jahren zu den Corona-Risikopatienten zählt. (Quelle: Thomas Banneyer/t-online)

Den besten Schutz bietet eine Impfung. Was halten Sie von einer allgemeinen Impfpflicht, die aktuell diskutiert wird?

Ich finde das sehr schwierig.

Warum?

Weil ich nicht glaube, dass auf einen Schlag alles wieder normal wird, wenn alle geimpft sind. Corona wird uns noch lange begleiten. Deshalb sollten wir unsere Krankenhäuser besser unterstützen. Es kann doch nicht sein, dass wir jetzt weniger Intensivbetten haben als noch vor einem Jahr. Außerdem: Warum bezahlen wir das Pflegepersonal nicht besser? Warum hat die Politik nichts in diese Richtung unternommen?

Einspruch! Wenn die gesamte Bevölkerung geimpft wäre, bekämen wir die Pandemie sehr wohl in den Griff.

Natürlich wäre es das Beste, wenn alle sich impfen ließen. Aber selbst damit wäre das Problem noch nicht vollständig gelöst. Zwang ist sicher nicht das beste Mittel, um das Ziel zu erreichen. Ich warne davor, so zu tun, als seien die Ungeimpften das alleinige Problem. Im Moment können wir eine große Impfbereitschaft feststellen. Aber wir tun nicht gut daran, eine Minderheit zu verteufeln. Es ist nicht schön, Deutschland in verschiedene Klassen einzuteilen.

Finden Sie denn, das ist aktuell der Fall?

Ja. Die 2G-Regel schließt Millionen Menschen vom gesellschaftlichen Leben aus. Das halte ich für problematisch. Zumal im Moment ja auch Geimpfte andere anstecken. Dabei werden andere Probleme nicht beachtet.

Das müssen Sie ausführen.

Durch die Maßnahmen gegen Corona gibt es schlimme Kollateralschäden im gesundheitlichen Bereich, die kaum beachtet werden: psychische Probleme, Menschen, die in die Alkoholabhängigkeit rutschen, Erwachsene und Kinder, die vereinsamen. Jeder Firmenchef muss seine unternehmerischen Entscheidungen mit allen Konsequenzen abwägen – die Politik aber lässt vieles vollständig außer Acht. Und wer auf Probleme hinweist, wird negativ bewertet.

"Notorische Corona-Leugner schaden unserem Land", sagt Lambertz-Inhaber Bühlbecker. "Aber es ist auch nicht in Ordnung, grundsätzlich alle Leute zu verteufeln, die eine andere Meinung haben." (Quelle: t-online/Thomas Banneyer)"Notorische Corona-Leugner schaden unserem Land", sagt Lambertz-Inhaber Bühlbecker. "Aber es ist auch nicht in Ordnung, grundsätzlich alle Leute zu verteufeln, die eine andere Meinung haben." (Quelle: Thomas Banneyer/t-online)

Harte Kritik.

Die Corona-Diskussionen werden viel zu persönlich geführt. Es läuft fast nur noch dogmatisch ab, auch im wissenschaftlichen Diskurs.

Aber sind es nicht vor allem Verschwörungstheoretiker, Corona-Schwurbler und gewalttätige Impfgegner, die das gesellschaftliche Klima vergiften?

Sicherlich. Notorische Corona-Leugner schaden unserem Land. Aber es ist auch nicht in Ordnung, grundsätzlich alle Leute zu verteufeln, die eine andere Meinung haben. Auf einer Corona-Demo gibt es sicher Rechtsradikale und auch linke Esoteriker, die für wissenschaftliche Argumente nicht mehr zugänglich sind. Doch auf den Demos sind auch wirtschaftlich Betroffene, die weder rechts- noch linksradikal sind. Menschen, die einfach nicht mehr können. Und diese Menschen sollten auch gehört werden.

Diesen Betroffenen aber hilft der Staat doch, oder?

Ja, der Bund greift vielen Firmen unter die Arme. Das ist folgerichtig. Doch finde ich es entwürdigend für einen Unternehmer, dauerhaft von staatlichen Hilfen zu leben, zumal diese zum Teil ja auch wieder zurückgezahlt werden müssen. Und seien wir ehrlich: Die Insolvenzwelle wird kommen. Vielleicht noch nicht gleich jetzt, aber sie wird kommen. Und dann profitieren am Ende Großkonzerne wie zum Beispiel Amazon, die – anders als der deutsche Mittelstand – zum Teil kaum Steuern zahlen. Das kann nicht im Interesse der Politik sein.

Hermann Bühlbecker will der neuen Ampel-Regierung "eine faire Chance geben". Die frühere Bundesregierung unter Angela Merkel kritisiert er indes. (Quelle: t-online/Thomas Banneyer)Hermann Bühlbecker will der neuen Ampelregierung "eine faire Chance geben". Die frühere Bundesregierung unter Angela Merkel kritisiert er indes. (Quelle: Thomas Banneyer/t-online)

"Die Politik" lässt sich jetzt mit "Ampel" übersetzen. Wie sehr trauen Sie der neuen Regierung den viel versprochenen Fortschritt zu?

Ich bin da sehr zuversichtlich. Man muss ja sagen, wie es ist: Die vergangenen Jahre wurde ja mehr verwaltet als regiert. Die große Koalition pflegte lieber verkrustete Strukturen, als die wirklichen Probleme anzugehen, zum Beispiel die Digitalisierung. Die neue Regierung dagegen tritt mit viel Esprit und Power auf, mit so viel Engagement. Die wollen etwas bewirken. Wir sollten ihnen daher eine faire Chance geben.

Gilt das auch für den Klimaschutz, über den die Wirtschaft gerne klagt?

Auch hier dürfen wir nicht nur Schwarz und Weiß sehen. Selbstverständlich muss Deutschland dringend etwas tun, den CO2-Ausstoß reduzieren. Doch wenn es uns nicht gelingt, dass Europa und die Welt mitmachen, bringt uns das alles nicht genug. Das Klima macht nicht an Grenzen halt. Und bei Lambertz ist Nachhaltigkeit übrigens schon sehr lange wichtig.

Ach ja?

Ja. Lambertz besteht jetzt seit 333 Jahren. Erfolgsgarant für diese lange Unternehmensgeschichte war immer auch der verantwortungsvolle Umgang mit Ressourcen.

Und wie setzen Sie heute Nachhaltigkeit um?

Seit 2017 verarbeiten wir nur noch Fairtrade-Schokolade. Wir haben vegane Kekse im Sortiment, stellen mittlerweile mehr Bio-Gebäck als Printen her. Nachhaltigkeit ist für uns ein zentrales Thema in der Unternehmensagenda – gerade in Bezug auf ökozertifizierte Rohstoffe und Einsparungen in den Bereichen Energie und Verpackung. Die Einschätzung zur Rendite stellt auch einen Unterschied zu einem Private-Equity-Unternehmen mit Investoren dar, die die Richtung bestimmen und eher kurzfristige, ehrgeizige Ziele setzen – und dabei das eigentliche Unternehmen aus den Augen verlieren können. Mittelständische Firmen, wie wir es sind, dagegen denken und handeln langfristig. Und wir stehen auch schwierige Situationen gemeinsam mit den Mitarbeitern und Kunden durch.

Dem Traditionsunternehmen sei "Nachhaltigkeit übrigens schon sehr lange wichtig", betont Bühlbecker. Seit 2017 verarbeitet die Firma nur noch Fairtrade-Schokolade. (Quelle: t-online/Thomas Banneyer)Dem Traditionsunternehmen sei "Nachhaltigkeit übrigens schon sehr lange wichtig", betont Bühlbecker. Seit 2017 verarbeitet die Firma nur noch Fairtrade-Schokolade. (Quelle: Thomas Banneyer/t-online)

Sie haben 1976 bei Lambertz angefangen. Damals stand die Firma kurz vor der Pleite. Sie haben aber den Umsatz von 16 Millionen D-Mark auf über 600 Mio. Euro im Jahr gesteigert, vor allem indem Sie den Lebensmitteleinzelhandel und die Discounter belieferten und nicht mehr nur den Fachhandel. Sind Sie stolz auf das, was Sie geleistet haben?

Ein gewisser Stolz ist sicherlich dabei. Der darf aber nicht in Hochmut übergehen, sondern verlangt Demut. Wir sind ein Dienstleister unserer Kunden, sind voll von ihnen abhängig. Das müssen wir uns stets bewusst machen. Auch wenn wir so ein altes Unternehmen sind: Wenn sich plötzlich die Kunden von unseren Produkten abwenden, geraten wir in Schwierigkeiten. Das sage ich auch immer meinen Mitarbeitern.

Entscheidender Teil der Lambertz-Strategie ist auch Ihre Selbstvermarktung. Sie veranstalten Modeschauen, sponsern Sportvereine – schalten aber nie Anzeigen für Ihre Produkte.

Es stimmt: Wir haben noch nicht einen Euro für Endverbraucher-Werbung ausgegeben, Events passen eher zu uns. Wir zeigen so, was man mit Schokolade machen kann. Wir verbinden Schokolade mit Lifestyle und erzählen Geschichten. Content Marketing praktizieren wir seit 40 Jahren und berichten über die Tradition unserer Aachener Printen, Nürnberger Lebkuchen und Dresdner Stollen. Wir inszenieren die Produkte.

… und Sie sich selbst. Oft lassen Sie sich bei solchen Events mit Präsidenten, Royals und Promis fotografieren. Sogar Wladimir Putin haben Sie bereits einen Christstollen übergeben. Wie überzeugt sind Sie von sich? 

Es geht mir nicht um Selbstmarketing. Ich bin der Lambertz-Markenbotschafter, Teil des Marketingkonzepts, entstanden aus der Tatsache, dass wir damals kein Geld für Werbung hatten. Und ja: Ein gesundes Selbstbewusstsein benötigt man für diese Aufgabe, besonders aber für das Unternehmen. Vor ein paar Wochen habe ich von einem Gremium aus den Spitzen von Industrie und Handel den Branchen-Oskar erhalten …

… den Goldenen Zuckerhut …

Genau. Wir verfügen über wunderbare Traditionsmarken, die es seit Jahrhunderten gibt. Mit ihnen im Rücken darf und muss man auch selbstbewusst auftreten – auch wenn man mit US-Präsidenten spricht, wie ich es in unserem Engagement im Rahmen der "Clinton Global Initiative" in New York gemacht habe. Wir haben den alten Hoflieferanten-Status in die heutige Welt übertragen. Trotzdem ist Lambertz nicht zu stolz, Eigenmarken für Discounter zu produzieren. Das machen wir gerne.

Ihm gehe es nicht um die eigene Person, sagt Bühlbecker. Im Hintergrund hängen die Fotos, auf denen er sich mit Promis, Royals und Präsidenten knipsen hat lassen. (Quelle: t-online/Thomas Banneyer)Ihm gehe es nicht um die eigene Person, sagt Bühlbecker. Im Hintergrund hängen Fotos, auf denen er sich mit Promis, Royals und Präsidenten knipsen ließ. (Quelle: Thomas Banneyer/t-online)

Sie könnten aber doch auch Selbstmarketing mit Fernsehwerbung verbinden. Wird es bald einen TV-Spot mit Ihnen geben?

Nein, das denke ich nicht. Mir geht es nicht um mich als Person, sondern immer um das Unternehmen – und das Tag und Nacht.

Das klingt sehr anstrengend. Wie viel schlafen Sie? 

Ich muss mit wenig Schlaf auskommen. An einem normalen Arbeitstag gehe ich nachts um 12 oder 1 Uhr ins Bett und stehe um 6 Uhr wieder auf. Gegen 7 Uhr bin ich dann schon hier in der Firma. Doch wenn abends ein Event ist, komme ich auch mit drei Stunden Schlaf aus.

Und das, obwohl Sie eigentlich nur Beiratsvorsitzender der Firma sind, während sich Ihr Geschäftsführer Thomas Ulrich Wrede um das operative Geschäft kümmert. Heißt das, die großen Linien bestimmen trotzdem weiter Sie?

Richtig. Als Inhaber und Beiratsvorsitzender ist das so.

Wie lange noch? Immerhin sind Sie schon 71 Jahre alt. 

Das möchte und kann ich jetzt noch nicht festlegen. Es geht darum, die Zukunft der Firma zu sichern und mein Hauptziel ist es, dass Lambertz in Familienhand bleibt.

Herr Bühlbecker, vielen Dank für das Gespräch.

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Friday, December 24, 2021

Kryptowinter droht: PlanB rechnet mit Bitcoin-Kurskorrektur um 80 Prozent - t3n – digital pioneers

Bitcoin – erst einmal soll es noch nach oben gehen. (Bild: Shutterstock)

In den verbleibenden Dezembertagen dürfte der Bitcoin maximal um die Marken von 50.000 oder 60.000 US-Dollar ringen – oder noch einmal nach unten korrigieren. Dass die im Sommer aufgestellte Prognose von PlanB – über 100.000 Dollar beim Bitcoin-Kurs bis Ende 2021 – noch erreicht wird, ist mehr als unwahrscheinlich. PlanB sieht aber sein Stock-to-Flow-Modell dennoch aktiv, die Marken von 100.000 und 288.000 Dollar sollen demnach Anfang des kommenden Jahres erreicht werden. Danach wird es aber düster.

PlanB rechnet mit Kryptowinter nach neuem Hoch

Dem Analysten zufolge droht nach den neuen Hochs nämlich eine heftige Korrektur, wie er in einem Video erklärt. Der Bitcoin könnte um 80 Prozent fallen – was allerdings für den hochvolatilen Kurs der Kryptowährung auch nicht außergewöhnlich wäre. Im Frühjahr und Sommer fiel der Bitcoin nach seinem damals erreichten Hoch um rund 60 Prozent – nur um danach ein neues Allzeithoch zu erreichen. Die aktuelle Korrektur von knapp 40 Prozent ist da noch recht moderat ausgefallen – so sie schon vorbei ist.

Würde der Bitcoin übrigens tatsächlich das von PlanB prognostizierte Hoch von 288.000 Dollar erreichen, würde eine Korrektur um 80 Prozent den Kurs auf rund 57.000 Dollar drücken – wer jetzt einstiege, wäre dann immer noch im Plus. Darüber hinaus sieht der wahrscheinlich größte Kryptobulle der Welt, Microstrategy-CEO Michael J. Saylor, den Bitcoin-Kurs trotz aller möglichen Turbulenzen irgendwann bei sechs Millionen Dollar.

Bitcoin: Angst und Gier als Kurstreiber

Für die kommenden Hochs und den darauffolgenden Einbruch sieht PlanB zwei gewichtige Gründe: Angst und Gier. Nach Erreichen der Marke von 100.000 Dollar werde eine Goldgräberstimmung einsetzen und den Bitcoin-Kurs weiter nach oben treiben, meint der Analyst. Anschließend könnten Ereignisse wie stärkere Regulierungen oder Verbote von Kryptowährungen eine Angst bei Anleger:innen entfachen, die dann den Kurs einbrechen ließe. Ähnlich war das im Mai, als das Mining-Verbot und die Einschränkungen für Bitcoin und Co für die oben angesprochene heftige Korrektur sorgten.

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Wichtige Corona-Regel ist zurück bei Aldi, Lidl, Rewe und Co.: Was Sie jetzt beachten müssen - CHIP Online Deutschland

Einkaufen zu Weihnachten: Darauf sollten Sie achten

Gute Nerven und Geduld sind jetzt gefragt: Bei Aldi Süd, Aldi Nord, Lidl, Rewe und Edeka herrscht voller Andrang vorm Fest. CHIP sagt, worauf Sie sich jetzt einstellen müssen und verrät, wie Sie noch spontan an Lebensmittel kommen.

Wer noch Lebensmittel für die Weihnachtsfesttage braucht, sollte sich auf lange Schlangen und Wartezeiten einstellen. Für Supermärkte und Discounter beginnt ab Mittwoch die heiße Phase.

Rekord-Umsätze bei Lebensmitteln und vorrangig bei Alkohol, Fleisch, Brot, Milch, Wurst und Käse werden jetzt erwartet.

Einkaufswagen-Pflicht ist zurück

In vielen Städten haben Supermärkte die Einkaufswagen-Pflicht eingeführt, um Kunden einerseits zu zählen und auch den Andrang besser zu steuern. Gleichzeitig müssen alle Kunden eine Maske tragen. Impf- oder Genesungsnachweise werden im Supermarkt, beim Discounter oder im Drogeriemarkt nicht benötigt.

Vielerorts gilt nämlich: Jeder Kunde sollte in den Filialen zehn Quadratmeter Platz haben, sonst wird gegen Infektionsschutzmaßnahmen verstoßen, die einen Abstand von mindestens 1,5 Metern vorsehen.

Ohne Einkaufswagen oder Korb geht also nichts. Besonders an den Kassen wird es zwischen Vormittag und Abend durchgängig zu längeren Schlangen kommen.

Die Unternehmen haben vorgesorgt, nach CHIP-Informationen wurden Urlaubssperren für die Tage zwischen dem 21. Dezember und 24. Dezember verhängt.

Mitarbeiter sollen die Schlangen an den Kassen entzerren, Regale auffüllen und Ordnung schaffen. Mit Einkaufswagen-Pflicht, Sicherheitspersonal und Zutrittsbeschränkung am Eingang soll das gesteuert werden.

Worauf muss ich jetzt achten?

Richtig entspannt einkaufen kann man erst wieder nach Weihnachten
Richtig entspannt einkaufen kann man erst wieder nach Weihnachten

(Bild:Getty Images)

Stellen Sie sich auf lange Wartezeiten ein. Gehen Sie nur mit Einkaufsliste einkaufen, notieren Sie sich im Vorfeld gut, welche Lebensmittel und Produkte Sie brauchen. Nur so vergessen Sie wichtige Zutaten für den Weihnachtsschmaus, Snacks oder auch Drogerie-Artikel nicht.

Zu den Produkten, die regelmäßig vergessen werden, zählen: Hefe, Klopapier, Haarshampoo oder Müllbeutel. Ordnen Sie die Einkaufsliste nach der Anordnung der Produkte im Laden oder nach den Lagerplätze bei Ihnen Zuhause. So finden Sie immer, die Produkte, die Sie auch brauchen an einem Ort.

Zum Beispiel unter "Drogerie" schreiben Sie benötigtes Putzmittel, Waschmittel oder Toilettenpapier auf. Unter "Kühlschrank" schreiben Sie Wurstwaren, Molkereiprodukte, Marmeladen oder Aufstriche auf.

Wann ist jetzt am wenigsten los?

Erst nach Weihnachten können Sie wieder entspannter einkaufen. Wer Menschenmassen meiden will, sollte jetzt Lebensmitteldienste nutzen. Doch es gilt: Die Zeitfenster sind größtenteils ausgebucht. Schauen Sie im Idealfall bei den Lebensmittel-Lieferdiensten und buchen Sie sich ein Zeitfenster vor Heiligabend.

Wurst-, Fleisch- und Käseprodukte können Sie auch beim Metzger kaufen. Allerdings drohen auch hier lange Schlangen. Viele regionale Anbieter bieten zu Weihnachten Lieferdienste gegen Gebühr an. In vielen Fällen kann sich das lohnen.

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Thursday, December 23, 2021

Batterien bei Kälte: So laden Sie E-Autos im Winter | AUTO MOTOR UND SPORT - auto motor und sport

Wer sein E-Auto im Winter falsch lädt, riskiert Schäden am Akku. Wir klären auf, worauf Sie in der kalten Jahreszeit achten müssen.

Dass die Außentemperatur Einfluss auf die Reichweite von Elektroautos hat, wissen wir bereits. Sobald die kalte Jahreszeit anbricht, büßen die Stromer an Reichweite ein. Doch die Winter-Herausforderung beginnt bereits beim Laden, vor allem beim Schnellladen. Schon unterhalb von 20 Grad Akku-Temperatur laufen die elektrochemischen Prozesse in den Zellen langsamer ab, der elektrische Innenwiderstand steigt an. Wer trotzdem hohe Ströme mit großer Geschwindigkeit in die Batterie presst, verursacht unter Umständen irreparable Schäden.

Heruntergebrochen auf Zell-Ebene bedeutet das Laden eines Akkus, dass Ionen von der Kathode an die Anode wandern und dort an der Graphit-Hülle andocken. Befindet sich der Akku unterhalb eines optimalen Temperaturfensters, bewegen sich die Ionen langsamer als sonst. Presst eine Schnellladesäule nun trotzdem mit voller Power Strom hinein, kann es zu Ionen-Kollisionen kommen, die sich in metallischen Lithium-Ablagerungen an der Anode äußern. Das hindert die Ionen künftig am Andocken, folglich verliert der Akku an Leistungsfähigkeit bzw. KApazität und damit Reichweite. Das Problem lässt sich mit einigen einfachen Tricks allerdings vermeiden.

Der Akku braucht Wärme

Wer eine Wärmepumpe im E-Auto hat, kann Ladevorgänge am besten planen, denn die Batterie wird entsprechend vor dem gewünschten Ladezeitpunkt schon auf Temperatur gebracht. Auch das Fahren einer längeren Etappe mit hohem Leistungsabruf (etwa auf der Autobahn oder der Landstraße) unmittelbar vor einem Ladevorgang bringt den Akku in den richtigen Bereich. Im Idealfall verteilt ein intelligentes Thermomanagement die Wärmeströme zwischen Antrieb, Hochvoltbatterie und Innenraum. Wer auf Nummer sicher gehen will, deaktiviert mindestens in den ersten zehn Minuten des Ladevorgangs zusätzlich Klimatisierung und Heizung im Fahrzeuginnenraum. So kann das Fahrzeug die zur Verfügung stehende Heizleistung der Batterie zuführen. Einige Hersteller haben ihre Elektroautos bereits so konfiguriert, dass bei niedriger Temperatur die Stromstärke während des Ladevorgangs begrenzt wird. Das verhindert zwar Schäden, fesselt Sie aber länger an die Ladesäule.

Elektroauto Ladestecker Schnee Winter
Torsten Seibt

Wer bei kalten Außentemperaturen lädt, sollte dafür sorgen, dass der E-Auto-Akku vortemperiert ist.

Wer sein Auto an die heimische Wallbox hängt, sollte es dort im Winter auch dann eingesteckt lassen, wenn der Akku bereits voll ist. In den meisten modernen E-Autos lässt sich via App oder Onboard-System der geplante Abfahrtszeitpunkt einprogrammieren – häufig geht das sogar mit einem Wochenplan über mehrere Tage hinweg. Das eignet sich etwa für regelmäßige Pendelfahrten zur Arbeit. Bleibt der Stromer an der Wallbox, nutzt er die Netzenergie zur Vortemperierung des Akkus und des Innenraums, sodass Sie einerseits ab Start im optimalen Wirkungsbereich der Batterie unterwegs sind und andererseits für das Aufheizen des Cockpits keinen Saft aus den Zellen quetschen müssen. Davon profitiert logischerweise die Reichweite. Ohnehin sind die niedrigen Ströme eines AC-Laders (also einer Wallbox) für den Akku leichter verdaulich. Der dankt es mit einer geringeren Verlustleistung und einem längeren Leben.

Am besten nie ganz voll und nie ganz leer

Auch sonst gilt: Wer vor allem Kurzstrecken fährt, sollte die Batterie bis maximal 80 Prozent aufladen – das konserviert ihre Kapazität für längere Reichweiten am besten und verlängert die Lebensdauer. Andererseits mag der Hochvoltspeicher keine dauerhafte Tiefenentladung, also wenn der Ladezustand unter 20 Prozent sinkt und lange so bleibt. Gleiches gilt für eine knallvolle Batterie. Wer häufig lange Strecken fährt, kann ruhig bis 100 Prozent laden, sollte dann aber anschließend gleich losfahren. Vor allem Winter ist es am besten, den Ladestand zwischen 40 und 80 Prozent zu halten, wenn das E-Auto länger als zwölf Stunden steht. Viele E-Autos und Wallboxen lassen sich entsprechend programmieren – dann ist Akku Schonen ganz einfach.

Was Sie sonst noch im Winter-Alltag mit Ihrem Elektroauto beachten sollten, erfahren Sie HIER.

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Natürlich, sind auch nur Autos, eben mit Strom statt Sprit.

Auf keinen Fall, im Winter gibt es damit nur Nachteile.

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Fazit

Wer seine Fahrten mehrheitlich gut planen kann, sollte so oft wie möglich auf Schnellladevorgänge verzichten – gerade im Winter. Ist doch mal schnelles Laden gefragt, achten Sie darauf, dass der Akku vorher über eine Wärmepumpe oder eine längere Fahrt auf Temperatur gebracht wird. Sonst droht ein nachhaltiger Leistungsverlust. Am besten halten Sie den Akku an der heimischen Wallbox vor allem im Winter immer bei 40 bis 80 Prozent Ladezustand.

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DAX im Plus -- Continental-Chef optimistisch für Q4 -- Airbus erhält Milliarden-Auftrag -- LANXESS will 2023 wieder größere Zukäufe ins Auge fassen -- Home24, TAG, United Internet im Fokus - finanzen.net

Der deutsche Aktienmarkt zeigt sich am Donnerstag von seiner freundlichen Seite.

So eröffnete der DAX 0,43 Prozent stärker bei 15.660,78 Punkten und liegt auch anschließend in der Gewinnzone. Auch der TecDAX präsentiert sich aktuell etwas fester, nachdem er anfänglich um 0,13 Prozent auf 3.855,49 Zähler gestiegen war.

"Es gab dieses Jahr zwar nicht die große Weihnachtsrally, aber unmittelbar vor dem Fest gibt es jetzt doch noch Geschenke", konstatierte Portfoliomanager Thomas Altmann von QC Partners laut dpa. "Die niedrigen Umsätze begünstigen die Kursgewinne zusätzlich."

Marktanalyst Jeffrey Halley vom Broker Oanda sieht vor allem zwei Gründe für die Börsenerholung: Bessere Daten zum Wirtschaftswachstum in den USA für das dritte Quartal und insbesondere ermutigende Signale zur Corona-Variante Omikron. Britische Studien untermauerten die Thesen aus Südafrika, denen zufolge Omikron zwar weitaus ansteckender sei als Delta, aber viel seltener ins Krankenhaus führe. Die Finanzmärkte blieben daher wohl "vor einem Ausverkauf zum Jahresende bewahrt", schlussfolgert er.

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Die europäischen Aktienmärkte präsentieren sich am Donnerstag fester.

So startete der EuroSTOXX 50 mit einem Plus von 0,11 Prozent bei 4.221,90 Stellen und baut dieses im weiteren Handelsverlauf aus.

"Die neuen Omikron-Studien befeuern die positive Kursentwicklung", sagte Marktstratege Thomas Altmann von QC Partners laut Dow Jones Newswires. "Eine Virus-Variante, die zwar ansteckender, aber zugleich weniger gefährlich ist, hat für die Börsen nicht allzu viel Schrecken", sagt er mit Blick auf neue Studien zu vergleichsweise niedrigen Krankenhauseinweisungen. Die Börsen hofften auf eine schnelle Normalisierung des gesellschaftlichen Lebens im neuen Jahr.

Das Geschäft dürfte zwar wie immer zum Jahresende weiter ausdünnen. An umsatzschwachen Tagen reichen aber bei einer positiven Grundstimmung schon wenige Käufer, um den Markt nach oben zu treiben.

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An der Wall Street ging es am Mittwoch aufwärts.

Der Dow Jones eröffnete nahezu unverändert und verbuchte anschließend deutliche Zuschläge, sodass er den Tag mit einem Gewinn von 0,74 Prozent bei 35.754,03 Punkten beendete. Der Techwerteindex NASDAQ Composite stand zum Start noch im Minus, drehts schon kurz darauf jedoch ebenfalls auf positives Terrain. Sein Schlussstand: 15.521,89 Zähler (+1,18 Prozent).

Anleger blieben kurz vor Weihnachten unsicher, wie genau sie sich angesichts der Corona-Lage positionieren sollen. Dementsprechend ruhig gestaltete sich das Handelsgeschehen.

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An den Börsen in Fernost waren die Anleger am Donnerstag in Kauflaune.

In Japan schloss der Nikkei mit einem Zuwachs von 0,83 Prozent bei 28.798,37 Punkten.

Auch in China dominierten die Bullen. Der Shanghai Composite auf dem chinesischen Festland stieg bis Handelsende um 0,57 Prozent auf 3.643,34 Zähler, während der Hang Seng in Hongkong um 0,40 Prozent auf 23.193,64 Einheiten zulegte.

Zwischen Konjunkturzuversicht auf der einen und Pandemiesorgen auf der anderen Seite haben die Aktienmärkte in Asien am Donnerstag freundlich tendiert. Sie schlossen sich damit erneut eher zaghaft der positiven Stimmung an der Wall Street an, wo unter anderem ein besser als erwartet ausgefallenes US-Verbrauchervertrauen für deutliche Gewinne gesorgt hatte. Die Spekulation dahinter ist, dass die geldpolitische Straffung in den USA zur Eindämmung der hohen Inflation die Konjunktur nicht aus der Spur bringen wird.

Dafür, dass die Pandemiesorgen nicht mehr so stark als Belastungsfaktor im Vordergrund standen, sorgten neue Studien, die frühere Annahmen zu bestätigen scheinen, wonach die extrem ansteckende Virusvariante Omikron mildere Krankheitsverläufe nach sich zieht als die Delta-Variante. Daneben verwiesen Marktbeobachter auf die vorhandenen Impfstoffe, die das Ansteckungs- und Krankheitsrisiko deutlich verringern.

Das Geschäft wurde allgemein als dünn beschrieben, auch wenn an den meisten Börsen der Region am morgigen Heiligabend-Tag nochmals gehandelt wird.

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Aufschwung ade - FAZ - Frankfurter Allgemeine Zeitung

Die bisherigen Erklärungen für die immer gravierender werdenden Lieferkettenprobleme ziehen nicht mehr: Die Havarie im Suez-Kanal, der Brand in einer wichtigen Chipfabrik, geschlossene Häfen in China – das alles erklärt nicht, warum Weihnachtsgeschenke und Industriegüter auch viele Monate nach diesen Ereignissen Verspätung haben. Die Hoffnung, das Problem werde sich rasch und mehr oder weniger von selbst lösen, ist dahin.

Vielmehr ist jetzt klar, dass der Stau auf den Weltmeeren strukturelle Ursachen hat. Es ist einfach zu viel los. Der in diesem Jahr um mehr als 10 Prozent wachsende Welthandel und die enorme Nachfrage nach Produkten aus China überfordern Häfen und Logistikanbieter, denen Matrosen und Lastwagenfahrer ausgehen. Überall knirscht es, und es wird viel Zeit fressen, die Infrastruktur auszubauen.

Die Lieferkettenpro­bleme sind inzwischen der größte Bremsklotz für die deutsche und globale Konjunktur. Auf einen schnellen Aufschwung sollte deshalb niemand hoffen – erst recht nicht, wenn der Kampf gegen Omikron die Welt noch einmal ausbremst.

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Aufschwung ade - FAZ - Frankfurter Allgemeine Zeitung
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