
Der Materialengpass lähmt die Produktion.
Stuttgart, Düsseldorf Es sind unruhige Zeiten für Lieferketten-Manager in der Autoindustrie: Noch immer kämpfen sie täglich gegen die Chipkrise an. Da braut sich bereits ein noch viel größeres Problem zusammen: der Aluminiummangel.
Lieferketten-Experten schlagen Alarm. „Wir hören bereits von ersten Zulieferern und Vorlieferanten, dass deren Aluminiumlager derzeit rapide schrumpfen“, sagt etwa Lars-Peter Häfele, Rohstoffexperte der auf Lieferketten spezialisierten Beratungsfirma Inverto. Seit März hätten sich die weltweiten Aluminium-Lagerbestände fast halbiert.
Das Problem: Keine Industrie in Deutschland ist so abhängig von Aluminium wie die Autoindustrie. Auf sie entfällt beinahe die Hälfte des gesamten deutschen Aluminiumverbrauchs. Der Engpass des wichtigen Werkstoffs hat daher das Potenzial, auch volkswirtschaftliche Schäden auszulösen.
Aluminium steckt in vielen Bauteilen, die vor allem von Zulieferern produziert werden. Die Gehäuse von Elektromotoren und der Leistungselektronik, Teile des Motorblocks, bis hin zu Felgen und Bremsklammern werden aus Aluminium gefertigt.
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Rohstoff-Engpässe: Autobranche geht Aluminium und Magnesium aus - Handelsblatt
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