Dennoch hat die Aktie ein Problem: Mit rund 40 Milliarden Euro Börsenwert, mehr als das Zehnfache des Geschäftsjahresumsatz und mehr als das 70-Fache der erwarteten Nettogewinne, ist das Unternehmen ausgesprochen hoch bewertet. Selbst reine Pharmahersteller, die wesentlich rentabler sind als Sartorius, erzielen keine solchen Kursverhältnisse. Gut möglich, dass die Aktie angesichts der jüngsten Dynamik noch einmal die bisherigen Hochpunkte um 600 Euro anläuft. Dann aber könnte es, wie in den vergangenen fünf Jahren schon sieben Mal, zu einer mittelfristigen Korrektur kommen. Die hatte im Schnitt ein Ausmaß von 18 Prozent. Für Sartorius ergäbe das dann eine Zielzone von unter 500 Euro – für neue langfristige Käufe.
Fazit für den Dax: Alle großen Aktienmärkte weltweit haben in den vergangenen Wochen wichtige Untergrenzen verteidigt und von da aus nach oben gedreht. In zahlreichen technischen Indikatoren kam es zu Kaufsignalen. Angesichts einer nach wie vor verbreiteten Skepsis und anhaltender Crash-Warnungen (zuletzt von Multimilliardär Carl Icahn) besteht zudem kein überbordender Optimismus.
Riedls Dax-Radar: Schwächeres China wird zum Retter der Hausse - WirtschaftsWoche
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