Seit Beginn der Pandemie ist BioNTech kräftig gewachsen. Nun hat das Mainzer Biotechnologie-Unternehmen zahlreiche weitere Stellen "quer durch alle Abteilungen" ausgeschrieben. Der Schwerpunkt liegt auf dem Vertrieb.
Der Mainzer Corona-Impfstoffhersteller BioNTech expandiert. Für die kommenden Monate sei ein umfangreicher Stellenaufbau geplant, erklärte das Unternehmen laut einem Bericht der "Welt am Sonntag". 500 neue Stellen quer durch alle Abteilungen seien derzeit ausgeschrieben. Vor der Corona-Pandemie beschäftigte BioNTech gut 1300 Mitarbeiter.
Das Unternehmen arbeitete in erster Linie an neuen Therapiemöglichkeiten gegen Krebserkrankungen. Gemeinsam mit dem US-Konzern Pfizer entwickelte BioNTech dann im vergangenen Jahr den ersten in vielen Ländern zugelassenen Impfstoff gegen das Coronavirus. Dafür verwendete das Unternehmen die neuartige mRNA-Technologie, die auch bei der Entwicklung von Krebsimmuntherapien zum Einsatz kommt. Zuletzt hatte BioNTech angekündigt, einen Malaria-Impfstoff entwickeln zu wollen.
Zahl der Mitarbeiter in Pandemie gewachsen
In den vergangenen anderthalb Jahren stieg die Zahl der BioNTech-Mitarbeiter bereits auf rund 2000. Laut dem Bericht der "Welt am Sonntag" will der Hersteller nun zum ersten Mal in ein eigenes Vertriebsteam von 60 Mitarbeitern investieren, um die Vermarktung zugelassener Produkte selbst voranzubringen.
"Wir haben BioNTech von Anfang als vollintegriertes Unternehmen aufgestellt. Mit eigener Forschung und Entwicklung, Produktion und nun auch einem Vertrieb", sagte Vorstandsmitglied Sierk Poetting der Zeitung.
Mehr Elektroautos bei Daimler bedeuten nach Ansicht der Chefetage weniger Arbeitsplätze. Grund sei der einfachere Einbau eines Elektromotors.
Der Mercedes-Benz EQS(Bild: Friedhelm Greis/Golem.de)
Die Transformation des Autobauers Daimler von Verbrennungsmotoren hin zur Elektromobilität wird den Stuttgarter Konzern nach Einschätzung seines Chefs Ola Källenius Arbeitsplätze kosten. "Man muss auch ehrlich mit den Menschen sein: Die Montage eines Verbrennungsmotors bringt mehr Arbeit mit sich als der Bau einer Elektroachse", sagte Källenius der Welt am Sonntag.
"Selbst wenn wir den kompletten elektrischen Antriebsstrang selbst bauen würden, werden wir Ende der Dekade weniger Menschen beschäftigen." Es gebe aber auch neue, hochwertigte Jobs im Zuge der Umstellung.
Daimler hatte sich zuletzt deutlich ambitioniertere Ziele für den Durchbruch der eigenen E-Flotte gesetzt und für die Pkw-Stammmarke Mercedes-Benz im Kern auch den baldigen Abschied vom Verbrennungsmotor angekündigt. Unter dem Leitbegriff «Electric only» soll künftig das ganze Mercedes-Geschäft auf elektrisches Fahren ausgerichtet werden. Schon im Jahr 2025 wollen die Schwaben rund 50 Prozent ihrer Neuverkäufe mit vollelektrischen oder Plug-in-Autos erzielen - doppelt so viel wie bisher geplant.
Betriebsrat sieht keine Alternative zum Elektroantrieb
Auch nach Einschätzung des Daimler-Betriebsrats gibt es keine Alternative zum batterieelektrischen Antrieb. "Man kann nicht gegen den Strom schwimmen, wenn die ganze Welt gerade den batterieelektrischen Antrieb vorantreibt", sagte der Arbeitnehmervertreter Michael Brecht. Allerdings gebe es auch Zweifel in der Belegschaft am reinen Elektrokurs des Konzerns und dem bevorstehenden Aus des Verbrennungsmotors. "Einige Kollegen hängen schon noch dem Glauben an, dass wir noch eine Weile so weitermachen könnten."
Bisher verdient Daimler das mit Abstand meiste Geld mit herkömmlichen Verbrennungsautos, also Benzinern oder Dieselfahrzeugen. Die Zahl der verkauften vollelektrischen Pkw machte im ersten Halbjahr gerade mal etwas mehr als drei Prozent aller ausgelieferten Autos aus, hinzu kommt ein etwas höherer Anteil von Hybridautos. Die Branche rechnet allerdings - auch angesichts politischer Vorgaben - in den nächsten Jahren mit rasant wachsenden Absatzquoten bei E-Autos.
In der Daimler-Belegschaft gibt es laut Betriebsratschef Michael Brecht Zweifel am reinen Elektrokurs des Konzerns und dem bevorstehenden Aus des Verbrennungsmotors. „Da gibt es sicher unterschiedliche Meinungen. Einige Kollegen hängen schon noch dem Glauben an, dass wir noch eine Weile so weitermachen könnten“, sagte Brecht WELT AM SONNTAG.
„Ich mache heute noch viele Fragezeichen, ob die Ladeinfrastruktur bis 2030 in ganz Europa so weit ist, dass alle elektrisch fahren können“, sagte der Arbeitnehmervertreter. „Daher gehe ich schon davon aus, dass wir noch eine Weile länger Verbrenner verkaufen werden, aber sicherlich nicht mehr in der Menge wie heute.“
Dennoch sei die Strategie alternativlos, voll auf den batterieelektrischen Antrieb zu setzen. „Man kann nicht gegen den Strom schwimmen, wenn die ganze Welt gerade den batterieelektrischen Antrieb vorantreibt“, sagte Brecht.
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Strategiewechsel
Sollte es doch Anwendungsmöglichkeiten für die Brennstoffzelle geben, könne man noch einsteigen. „Aber jetzt alles auf eine Technologie zu setzen, an die kein anderer glaubt, wäre tödlich“, so Brecht. „Die Zeit ist vorbei, in der man am Verbrenner festhält.“
Die Transformation zur Elektromobilität wird nach Überzeugung von Daimler-Chef Ola Källenius auch beim Stuttgarter Autobauer zu weniger Beschäftigung führen. „Man muss auch ehrlich mit den Menschen sein: Die Montage eines Verbrennungsmotors bringt mehr Arbeit mit sich als der Bau einer Elektroachse“, sagte Källenius WELT AM SONNTAG.
„Selbst wenn wir den kompletten elektrischen Antriebsstrang selbst bauen würden, werden wir Ende der Dekade weniger Menschen beschäftigen.“
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Daimlers Elektro-Pläne
Sowohl der Daimler-Chef als auch der Betriebsratsvorsitzende wünschen sich bei der Transformation mehr staatliche Unterstützung. „Wir müssen wieder mehr Technologie nach Europa holen, wir haben in den letzten Wochen gesehen, wie fragil die Lieferketten zum Beispiel für Chips sind“, sagte Brecht.
„Außerdem muss das europäische Beihilferecht überarbeitet werden: Wir bekommen im Großraum Stuttgart kaum Fördermittel für die Transformation, weil das Geld in strukturschwache Regionen fließt.“
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Durchbruch der E-Mobilität
Auch Källenius sprach sich für Subventionen aus. „Da, wo die anderen Wirtschaftsregionen einen Technologiewechsel staatlich unterstützen, halte ich es für klug und auch legitim, das auch in Europa zu machen“, sagte der Vorstandschef.
„Ich unterstütze die Förderung einer europäischen Batteriezell- und Halbleiterfertigung. Das sind die Technologien der Zukunft, da muss Europa dabei sein. Dabei können Staat und Wirtschaft Hand in Hand arbeiten.“
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Mit der Zulassung des ersten Impfstoffes gegen Sars-CoV-2 auf Grundlage der mRNA-Technologie landet Biontech einen echten Coup. Nun will das Unternehmen mit Sitz in Mainz weiter wachsen und zum ersten Mal auch ein eigenes Vertriebsteam aufbauen.
Der Mainzer Corona-Impfstoff-Hersteller Biontech expandiert. Für die kommenden Monate sei ein umfangreicher Stellenaufbau geplant, erklärte das Unternehmen laut einem Bericht der "Welt am Sonntag". 500 neue Stellen quer durch alle Abteilungen seien derzeit ausgeschrieben.
Vor der Corona-Pandemie beschäftigte das Biotechnologieunternehmen bereits mehr als 1300 Mitarbeiter. Biopharmaceutical New Technologies, kurz Biontech, arbeitete in erster Linie an neuen Therapiemöglichkeiten gegen Krebserkrankungen.
Erster Corona-mRNA-Impfstoff
Gemeinsam mit dem US-Konzern Pfizer entwickelte Biontech dann im vergangenen Jahr den ersten in vielen Ländern zugelassen Impfstoff gegen das Coronavirus. Dafür verwendete das Unternehmen die neuartige mRNA-Technologie, die auch bei der Entwicklung von Krebsimmuntherapien zum Einsatz kommt. Der Impfstoff mit der Bezeichnung BNT162b2 wird in Werken von Pfizer für den weltweiten Bedarf hergestellt. Der mRNA-Impfstoff ist auch das erste zugelassene Produkt des Unternehmens. Rund 20 weitere seien dem Unternehmen zufolge als potenzielle Medikamente weiterhin in der Entwicklungsphase. In den vergangenen anderthalb Jahren stieg die Zahl der Biontech-Mitarbeiter bereits auf rund 2000.
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Laut dem Bericht der "Welt am Sonntag" will der Hersteller nun zum ersten Mal in ein eigenes Vertriebsteam von 60 Mitarbeitern investieren, um die Vermarktung zugelassener Produkte selbst voranzubringen. "Wir haben Biontech von Anfang als voll integriertes Unternehmen aufgestellt. Mit eigener Forschung und Entwicklung, Produktion und nun auch einem Vertrieb", sagte Vorstandsmitglied Sierk Poetting der Zeitung dazu.
In den kommenden Monaten solle dem Bericht zufolge auch das Produktionsnetzwerk weiter wachsen. "Wir bauen Produktionskapazitäten bedarfsgerecht aus", erklärte Poetting weiter. Ziel sei der Aufbau eines weltweiten Netzwerks für die mRNA-Produktion.
Coronakrise? War da was? Die großen US-Konzerne streichen Rekordgewinne ein. Präsident Joe Biden will ihre Macht eigentlich brechen – doch das könnte schwieriger werden als gedacht.
Container im Hafen von Newark
Foto: Howard Kingsnorth / Getty Images
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Biontech war der erste Hersteller, der einen Impfstoff gegen das Coronavirus entwickelte. Nun will die Mainzer Firma expandieren.
Biontech-Vorstandsvorsitzender Uğur Şahin
Foto: Andreas Arnold / dpa
Der Mainzer Corona-Impfstoff-Hersteller Biontech expandiert. Für die kommenden Monate sei ein umfangreicher Stellenaufbau geplant, erklärte das Unternehmen laut einem Bericht der »Welt am Sonntag«. 500 neue Stellen quer durch alle Abteilungen seien derzeit ausgeschrieben.
Vor der Coronapandemie beschäftigte Biontech gut 1300 Mitarbeiter. Das Unternehmen arbeitete in erster Linie an neuen Therapiemöglichkeiten gegen Krebserkrankungen.
Gemeinsam mit dem US-Konzern Pfizer entwickelte Biontech dann im vergangenen Jahr den ersten in vielen Ländern zugelassen Impfstoff gegen das Coronavirus. Dafür verwendete das Unternehmen die neuartige mRNA-Technologie, die auch bei der Entwicklung von Krebsimmuntherapien zum Einsatz kommt. In den vergangenen anderthalb Jahren stieg die Zahl der Biontech-Mitarbeiter bereits auf rund 2000.
Laut dem Bericht der »Welt am Sonntag« will der Hersteller nun zum ersten Mal in ein eigenes Vertriebsteam von 60 Mitarbeitern investieren, um die Vermarktung zugelassener Produkte selbst voranzubringen. »Wir haben Biontech von Anfang an als vollintegriertes Unternehmen aufgestellt. Mit eigener Forschung und Entwicklung, Produktion und nun auch einem Vertrieb«, sagte Vorstandsmitglied Sierk Poetting der Zeitung.
Biontech hatte jüngst angekündigt, auch einen Impfstoff gegen Malaria basierend auf seiner mRNA-Technologie zu entwickeln. Da der Corona-Impfstoff »Comirnaty« außerdem die Geimpften gegen die neue Delta-Mutante nicht mehr ganz so gut schützt wie gegen vorherige Virusvarianten, bereitet das Unternehmen nun einen spezifisch auf Delta angepassten Impfstoff vor.
Ob Plug-in-Hybrid oder vollelektrische Fahrzeuge: Deutsche Autohersteller liefern mittlerweile jedes sechste Elektroauto weltweit. Doch noch immer wird der Markt von China dominiert. Dort gibt es auch die größte Nachfrage nach E-Mobilität.
Weltweit jedes sechste Elektroauto stammt mittlerweile von einem deutschen Hersteller. Bei vollelektrischen Fahrzeugen stieg der Anteil deutscher Autobauer laut einer Marktstudie der Unternehmensberatung PwC im zweiten Quartal auf 17 Prozent, bei Plug-in-Hybriden auf 50 Prozent. Der VW-Konzern, BMW und Mercedes-Benz hatten im ersten Halbjahr insgesamt 246.000 Batterieautos und rund 370.000 Plug-in-Hybride verkauft.
Dominiert wird der Markt für vollelektrische Autos laut PwC gegenwärtig noch von chinesischen und US-amerikanischen Herstellern. Die mit Abstand größte Nachfrage nach vollelektrischen Stromern gibt es laut PwC in China: Dort wurden im ersten Halbjahr 980.000 E-Autos und 212.000 Plug-in-Hybride zugelassen. Im zweiten Quartal stieg der Anteil der rein batteriebetriebenen Fahrzeuge auf über 11 Prozent und lag damit vor den europäischen Kernmärkten mit 8 Prozent.
China setzt auf E-Mobilität
"Im globalen Vergleich entfallen 58 Prozent der E-Auto-Käufe in diesem Zeitraum auf den chinesischen Markt", schrieben die Branchenexperten. Die Volksrepublik stelle die Weichen auf E-Mobilität, um "sich als eine der führenden Hightech-Nationen zu positionieren und gleichzeitig die Lebensqualität der eigenen Bürger durch die Reduktion der Umweltverschmutzung zu verbessern". In Deutschland haben die Stromer mit 84.000 Neuzulassungen im zweiten Quartal fast gleichgezogen mit den Plug-in-Hybriden mit gut 85.000 Neuzulassungen. Zusammen lag ihr Marktanteil im ersten Halbjahr bei 23 Prozent.
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Das wachsende Angebot der Hersteller und die staatlichen Kaufprämien für E-Autos und Ladeboxen seien wichtige Hebel, sagte PwC-Branchenexperte Felix Kuhnert. In den USA dagegen kamen Stromer und Plug-in-Hybride zusammen nur auf 3 Prozent. Die von Präsident Joe Biden geplanten Anreize, das steigende Umweltbewusstsein und technische Fortschritte könnten das jedoch ändern.
Angesichts des Markthochlaufs in fast allen Kernmärkten kämen Lieferschwierigkeiten bei Chips und Batterien allerdings zur Unzeit, sagte Pwc-Strategieberater Jörn Neuhausen. Außerdem müssten die erneuerbaren Stromquellen zügig ausgebaut werden, um den Vorteil beim CO2-Ausstoß gegenüber den konventionellen Antrieben auch tatsächlich auszuspielen.